Mexico Teil II

Wir sind jetzt gerade in Campeche. Einer schön gelegenen Kolonialstadt am Meer. Das alte Stadtzentrum ist verkehrsberuhigt und hat viele einstöckige Häuser die alle bunt bemalt sind.
Gestern haben wir uns in Merida ein Mietauto genommen und sind dann nach Uxmal gefahren. Die zweite sehr bekannte Mayastätte neben Chichen Itza. Der Eintrittspreis von 213 Peso lag noch über dem von Chichen. Umgerechnet 12€, nicht wenig wenn man bedenkt das der Durchschnittsmexikaner von ca 200€ im Monat lebt.
Bei allen Mayastätten war der Eintritt bis jetzt ziemlich hoch.
Die Ausgrabungen dort gehen auf 900 bis 1.200 nach Christus zurück als die Hochblüte der Mayakultur war. Im Verhältnis zu Itza sind noch weniger Leute unterwegs und auch die umgebende Natur mit vielen Bäumen und Vögeln war sehr schön.
Unser Mietauto hingegen ist weniger schön und hat schon 122.000 km am Buckel. Der Autovermieter wurde im Lonley Planet als sehr günstig empfohlen und deswegen sind wir zu ihm. Das Auto ist ein Chevy, allerdings nicht so ein grosser Straßenkreuzer wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Das Modell heißt bei uns wohl Opel Corsa und hat weder Servolenkung noch Radio. Ab Tempo 100 wird er zur Waschmaschine und es rumpelt einen richtig durch.
Ich hoffe für die Route welche wir uns vorgenommen haben hält alles zusammen.
Die Mexikanischen Strassen sind sehr unterschiedlich. Die Autobahn ist super ausgebaut aber auf den kleineren Routen gibt es oft Schlaglöcher von 2m Durchmesser durch die man durchrollt. Manchmal sind die Abstände zwischen den Schlaglöcher auch so klein, dass man gar nicht Ausweichen kann und einem nichts anderes übrig bleibt als zu hoffen dass man nach der durchfahrt noch alle vier reifen am wagen hat.

Geld:
Mexiko ist leider nicht so günstig wie wir gedacht hatten. Im Vergleich zu Thailand sind die Unterkünfte und dergleichen wesentlich höher wenn man vom gleichen Niveau ausgeht.
Für ein Zimmer in einem normalen Hotel in grösseren Städten sind ca. 700 Peso fällig, ca. 36€. Für Eintritte in die Mayastätten sind ca. 10€ p.P. Zu veranschlagen.
Beim Abendessen ist es auch sehr unterschiedlich, wir haben bis jetzt vom total überteuerten Seafood Lokal in Cancun bis zum Strassenessen alles probiert. In „normalen“ Restaurants also mit Tischen, Stühlen, Kellnern sind die Gerichte meisten zwischen 100-150 Peso. Ein Bier kostet zwischen 35-40 Peso. Zusammen kommt man recht schnell auf 400 – 500 Peso. Das entspricht 20- 25 €. Klingt für europäische Verhältnisse nicht so viel aber wenn man 2 Monate mit einem bestimmten Budget auskommen will muss man woanders essen. Deswegen waren wir in den letzen Tagen nur mehr bei Strassenimbissen essen. Bis jetzt sind alle sehr gut gewesen und vom Taco bis zur Suppe gibt es eigentlich auch fast alles.
Das Essen ist deutlich günstiger zwischen 5- 10 € zu zweit macht den Magen voll. Man muss halt manchmal beim Ambiente etwas Abstriche machen, speziell wenn eine laute Strasse oder Musik das Abendessen untermalen.
Der Wechselkurs aktuell von Euro zu Peso liegt bei 21,5. Hier in Mexiko ist der beste Kurs zum Eurotauschen aber bei 19,5 gewesen, also fast 2 Peso darunter. Macht bei einem Wechsel von 500€ fast 1.000 Peso weniger.

BIENVENIDO EN MEXICO

Nicht einmal 24 Stunden dauert es und schon sitzt man am anderen Ende der Welt. Besser gesagt in Mexiko. Wir sind gestern um ca. 19.10 örtlicher Zeit in Cancun gelandet. Leider mussten wir feststellen, dass meine North Face Reisetasche mit der Kletterausrüstung nicht angekommen ist.

Nachdem wir mit dem Taxifahrer ziemlich lange unsere Unterkunft gesucht haben waren wir um ca. 21.00 endlich hier. Wir sind noch kurz was essen gegangen und wollten eigentlich noch ein Bier trinken. Aber in dem Café wo wir waren gab es kein Bier und im Supermarkt dürfen sie nur bis 22.50 Bier verkaufen. Um 22.57 bin ich an der Kasse gestanden 🙂
Dann hat es auch noch ziemlich geregnet und gestürmt und die ganze Nacht die lattrige Tür angeschlagen.

2. Tag
Ziemlich bescheidenes Wetter. Sind ein bisschen im Zentrum herumgetümpelt und haben uns den Mercado 28 angeschaut. Viel Touristen Mitbringsel und ein paar Bars. Bernadett lies sich ein Ständchen von ein paar Mariachis spielen. Kostete 100 pesos 😉 Cancun ist relativ Autofreundlich jedoch weniger Fussgängerfreundlich. Es gibt ganz nach amerikanischen Vorbild riesige Supermärkte und Ketten. Wenn die Mexikaner ein bisschen heller wären könnte man denken man ist in den USA.
Am Nachmittag, fuhr uns Mara unsere Vermieterin in die „Zona Hotelera“, das Hotelviertel von Cancun, wo Hotels mit Ausmaßen von Kreuzfahrtschiffen stehen. Dort ist man dann wirklich in den USA, weil die meisten Urlauber von dort sind. Auf Empfehlung von Mara sind wir in ein Fischrestaurant gegangen das direkt am Strand lag. Für mexikanische Verhältnisse extrem teuer, der Hauptgang waren verschiedene gegrillte Fische und Garnelen. Umgerechnet kostete das für 2 Personen ca 60€. Just too much for the fishhh..

3. + 4. Tag:
Wir sind weitergefahren nach Valladolid. Dies ist eine nette mexikanische Kleinstadt mit Kolonialem Flair. Die Strassen sind am Reisbrett gezogen und verlaufen von Nord nach Süd oder von Ost nach West. In der Mitte der Stadt befindet sich ein kleiner Park an dessen Ende die weisse koloniale Kirche steht. Valladolid ist ziemlich touristisch da es in der Nähe von Chichen itza liegt, das in einer Stunde mit dem Bus erreichbar ist.
Chitzen Itza, die bekannteste Maya Ausgrabungstätte ist auch sowas wie das Disneyland jedes Yucatan Reisenden. Weiss, kalkfarbene Mayapyramiden und der grosse „Ballspielplatz“ sind einige der Highlights. Fast so viele Steine wie in den Pyramiden gibt es Souvenirverkäufer am Rand des Weges die vom Mayakalender bis zum Holzgeschnitzten Jaguar alles anbieten was man so braucht oder eben auch nicht.
Trotz des ganzen Rummels lässt sich hie und da auch noch das mystische dieser vergangenen Hochkultur erahnen. Vieles wissen selbst die Forscher nicht und so ist bis heute nicht jedes Geheimnis der Maya gelüftet. Von Menschenopfern, Sonnenkult und dem Mayakalender welcher auch 365 Tage zählt aber andere Monate hat als unserer, wissen wir hingegen heute noch.
Am schönsten wäre es sicher diese Stätte einmal alleine für sich zu haben doch das bleibt wohl ein Traum.

5. Tag:
In Valladolid war gestern Carneval und so sind an allen vier Ecken des Hauptplatzes kleine Bühnen aufgebaut worden und es gab einen Umzug durch die Stadt. Die Tänzer hatten Neonfarbene Kostüme an und die ganze Stadt war auf den Beinen.

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