climbfreeblog

Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

Archive for ‘September, 2020’

Arco – Via Natarj und Archangelo

Den ersten Schnee gab es vergangenes Wochenende schon in Tirol und in einigen Tälern wurde es weiß. José und ich entflohen dem Winter an den Gardasee. Auf der Fahrt über den Brenner gab es jede Menge Schnee, doch schon ab Bozen lichtete sich der Himmel und die Sonne schien.

Genussklettern am ersten Tag in der Via Nataraj an der Mandrea hinter Arco war angesagt. Eigentlich wollten wir ja die Soleado machen aber die Nataraj lief uns sozusagen zufällig vorher über den Weg 🙂

Charakter: Besser abgesichert als die Routen in Massone führt die Linie entlang von Verschneidungen und kleinen Überhängen elegant durch die Wand. Eigentlich gibt es keine „schiache“ Seillänge und am Schluss wartet mit der 6c Ausstiegsvariante sogar noch eine etwas pumpigere Seillänge. Sodass man schlussendlich doch das Gefühl hatte etwas getan zu haben 😉

INFO UND TOPO HIER: https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/via-nataraj-mandrea/

Ciao Italia, etwas anderer Charakter als in den Dolos, aber auch schön 🙂
1. SL
Piazen
rauher, fester Fels
viele Tropflöcher
Seilschaft in einer Nachbartour. Am Stand lies sich die Aussicht geniesen
Hello my Friend!
Abschlusslänge wird noch mal steiler 🙂
kurz von Genuss auf Angriffsmodus umschalten
konzentrieren, und da hat er Sie schon die Ausstiegsgriffe. Geschafft! Ein netter OS für uns beide

——————————————————————————————————————–

Via Archangelo, Costa dell Anglone Nord, VI+, zwei Stellen VII oder VII+, 350 Meter.

TOPO: http://www.klettern-sarcatal.com/index_htm_files/via-archangelo.pdf

Charakter: Tolle semi-alpine Tour die von Heinz Grill und Florian Kluckner hier eröffnet worden ist. Die Tour ist mit Ringen und Sanduhrschlingen eigentlich relativ gut abgesichert. Hie- und da kann man jedoch auch noch einen zusätzlichen Friend benötigen.

Das Highlight stellt sicher die 4. Seillänge dar wo man einen langen Quergang an Sintern und einem Überhang macht zu einem Hängestand an zwei Sanduhr Schlingen.

Plattenstelle in der 2. Länge
Querung am Beginn der 3. SL
Anfang der 4. Länge. Fester Brokkoli Fels
die spektakuläre Querung in der 4. SL
in welcher MSL gibt es sowas sonst?
und immer wieder herrliche Tiefblicke nach Dro
einfach eine schöne Lnadschaft
und eine geniale Kletterei
Querung am Anfang der 5. SL
dreier Seilschaft in der Nachbartour
wieder eine Querung
die Route macht im oberen Teil viele Quergänge. Hier ist es eher eine Schlangenlinie die man klettert und man macht mehr horizontale als Vertikale Meter
etwas abgespeckt die Tritte in der 8. SL
Ausstieg nach dem letzten Überhang der die nominelle Schlüsselseilänge darstellt. Die Passage ist aber kurz und sehr gut gesichert. Für José und mich ging alles im OS 🙂
Dro
Danke José für das schöne WE!
Ungefährer Routenverlauf

Dolomiten – Tofana und Passo Giau

Zwei schöne Tage in den Dolomiten mit Wolfi. Endlich hat es geklappt. Dieses Jahr ist wirklich verhext mit Corona und den ganzen Umständen…

  1. Tag Route Re Artú am Lastoni di Formin. Eigentlich Piz de Mondeval Südseite. 10 SL. 300 Meter, 6b. INFO: https://www.planetmountain.com/english/rock/dolomites/itineraries/scheda.php?lang=eng&id_itinerario=1135&id_tipologia=38

Charakter: Schöne Plaisirkletterei mit einigen interessanten Seillängen. Gut abgesichert.

Wolfi in der ersten schon recht steilen Länge
super griffig und steil
Traumriss in der 5. SL. Hätte man auch clean lassen können
spreizzzzzen
7. SL, geht über eine Schuppe die etwas brüchig aussieht aber eigentlich Bombe ist
9. SL,
Gipfelplateau, von hier kurz Richtung Süden und durch eine Rinne 3x25m abseilen. Achtung auf Steinschlag.

2. Tag: Tofana di Rozes, Alvéra Kante, 450 Meter, V+

Charakter: schöne alpine Route, Stände nach den unteren drei Längen mit Bohrhaken ausgestattet. Dazwischen gut mit Friends sicherbar, auch einige Schlaghaken vorhanden. Der Fels ist eigentlich durchgehend fest und gut. Die Linienfindung auch relativ einfach, obwohl man nicht immer an der Kante klettert. Die Ver Stellen sind teilweise recht knackig und steil.

Grande Tofana, herrlich im Morgenlicht
die Kante, am Anfang klettert man aber eigentlich in der grauen Verschneidung links der Kante
der ungefähre Routenverlauf. Hier erkennt man gut die Verschneidung
zweite Länge, schöne Verschneidungskletterei
irgendwo in der 5. oder 6. SL