Mehrseillängen in Arco – Via la fessura obliqua VII-

Obliqua bedeutet schief und nicht obligatorisch wie von uns zuerst irrtümlicher Weise vermutet.

Wenn man sich das Wandfoto ansieht wird auch bald klar wieso die Linie der schiefe Riss heisst.

Der eigentliche Riss zieht in 4 Seillängen von links nach rechts und bietet lufitge Kletterei an tollem Fels. Man sollte aber Kamine und enge Stellen mögen sowie etwas gewöhnungsbedürftiges Riss schruppen.

Die Ausstiegslänge ist dann noch etwas alpin und der Fels nicht mehr so gut. Insgesamt aber eine spannende kurzweilige Tour.

Ein Kletterer, der einen steilen Felsabhang erklimmt, mit Blick auf eine grüne Landschaft und Berge im Hintergrund.
die Schlüsseseillänge führt zuerst durch einen engen Kamin (ich musste sogar meinen Helm abnehmen) und dann einem breiten Riss entlang nach oben. Der Riss kann sehr anstrengend gepiazt werden oder als off-width mit linker Körperseite im Riss geklettert werden.
Ein Kletterer, der an einer steilen Felswand mit einem Blick auf eine grüne Landschaft und ein Dorf im Hintergrund klettert.
die Länge ist mit Sanduhren und einem Borhaken abgesichert
Ein Kletterer, der an einer steilen Felswand in den Bergen klettert, mit einer grünen Landschaft und Dörfern im Hintergrund.
in der 4. Länge, welche die eigentlich 2. Risslänge ist
Ein Kletterer steigt an einer steilen Felswand mit grauen Steinen empor, gesichert durch ein Seil. Er trägt einen Rucksack und spezielle Kletterschuhe in leuchtenden Farben.
die 2. Länge bietet eine schöne, cleane, leider etwa kurze Verschneidung
Ein Felsen mit einem Kletterer in Gelb, der eine steile Wand erklimmt, während ein anderer Kletterer in Rot an der Basis steht. Im Hintergrund sind Weinberge und eine Landschaft zu sehen.
der Einstieg in den schiefen Riss.
Ein Kletterer, der an einer steilen Felswand klettert, umgeben von grüner Landschaft und einem bewölkten Himmel.
eine schöne Wand und Linie
Ein Kletterer, der an einer steilen Felswand hängt, während er eine Kletterroute erklimmt.
hier stört alles was am Gurt oder Rücken hängt. Rucksack besser gar nicht mitnehmen.

Mehrseillängern in Arco – Via Sintesi VI+ an der Coste dell‘ Anglone

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Ritten über Bozen, wo wir noch den schönen Porphyr und die Aussicht im Klettergarten Unterinn/ Matz genossen ging es weiter in Richtung Arco.

Das Wetter wurde immer trüber und bald versank das Sarcatal in einem weltuntergangs ähnlichem schwarzen Nass. Bei einer Pizza und einem kühlen Bier schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag. Dieser war sehr sonnig gemeldet.

Die Möglichkeiten im Sarcatal Mehrseillängen zu klettern sind im Herbst fast unbegrenzt. Zu dieser Jahreszeit ist es meistens perfekt für die südöstlich ausgerichteten Wände in denen es im Sommer viel zu warm wird.

Unser Wahl fiel auf die Route „Sintesi“. Erstbegangen von Ivo Rabanser und Mauro Bernardi wird sie im Kletterführer als Tour für Alpinisten beworben. Alpinismus im Kontext des sehr lieblichen Arco Umfelds ist nicht dasselbe wie eine dunkle Dolomitennordwand. Die Formen und Farben der Weinreben und das goldene Licht im Herbst lassen es zumindest nicht zu ernst erscheinen.

Die Route lässt sich bis auf das Dach in der 7. Seillänge gut freiklettern. Das kurze Dach ist sehr steil und wäre ein recht anspruchsvoller Boulder wenn man es frei klettern will.

Ein schöner Quergang in der Sintesi. Absicherung mit Sanduhren.
Eine toll struktuierte Wand mit Sinter Strukturen. Man kann durchaus den ein oder anderen Friend unterbringen. Dazwischen gibt es ein Mischung aus alten Stift Borhaken und hin und wieder ein Borhaken
über den Dächern von Dro hängen. Gutgriffiger, fester Fels kennzeichnet die Tour.
in der vorletzten steilen Seillänge. Geht auch frei nict wie im Topo A0, dann ca. VII.
Abstieg über den kleinen Klettersteig zurück nach Dro