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Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

Klettern im Val Pennavaire bei Albenga (Oltre Finale)

Das Val Pennavaire ist ein ursprüngliches Tal welches sich hinter dem Ort Albenga an der ligurischen Küste erstreckt und sich bis in den Piemont zieht. Das Tal mit seinen Steinhäusern hat mich stark an die spanischen Dörfer, wie zum Beispiel Margalef erinnert. Der wilde Charme der bewachsenen Hänge und die wenige Infrastruktur lassen es zu, dass man sich ohne Ablenkungen voll dem Klettern widmen kann. Wer doch mal etwas anderes außer Fels sehen will sollte in die nette Kletterbar in Cisano sul Neva begeben.

Zum übernachten gibt es einige kleine Ortschaften wie Castelbianco (http://www.casadeinonni.it/giare.php), dafür umso mehr Felsen welche jedes Kletterherz höher schlagen lassen.

Gebiete:

Terminal:

eine tolle Wand die man rechterhand (Südseitig) beim hereinfahren ins Tal sieht. Kurzer Zustieg und lange Sinterrouten lassen Freude aufkommen.

Erboisteria

Genau gegenüber vom Terminal (Nordseite). Eine gigantische Welle aus Fels welche sich hier auf tut und welche jeder Kletterer wohl gerne reiten möchte. In der Hauptwand fängt es ab 6c an und geht bis 9a. Viele Routen im 7ten und 8ten Franzosengrad. Auch die Aufwärmroute Ignazia 6c+ im Hauptsektor ist super.

Links und rechts davon gibt es auch einige leichtere Routen.

Cineplexx

Gleicher Zugang wie zu Erboisteria nur geht es hier noch 20 Minuten weiter. Auch eine große Wand mit vielen Routen. Ganz besonder gut hat mir hier die Route 21 Gramm im rechten Bereich gefallen.

Links gibt es auch leichtere Routen.

Euskal / Coloseum

Zwei Sektoren in unmittelaberer Nähe. Euskal bietet lange Ausdauerouten mit vielen Seitgriffen. Im Sektor Coloseum gibt es viele boulderlastige Linien.

Hechenberg – Bachmannpfeiler (VI+)?

Erstbegangen 1949 von M. Bachmann und K. Stöger.

Eine spontan Aktion, nach kurzfristigem Ausfall eines Kletterpartners in der Früh (eigentlich wollten wir eine Tour von Ralf Sussmann im Karwendel machen) führte mich unverhofft zu diesem Klassiker am Hechenberg.

Schon oft vorbeigefahren, schon oft hinauf gesehen und gedacht wie es wohl wäre hier zu klettern. Neben der Martinswand, deren Routen doch überwiegend mit Borhaken abgesichert sind ist der Hechenberg eher das Gegenteil.

Eine spärliche Absicherung mit Schlaghaken und der nicht wirklich überall feste Fels lässt Spannung aufkommen wenn man so will.

Trotzdem war es an diesem Tag für mich nur bedingt ernst da wir in der dreier Seilschaft mit Alex und Felix jede Menge Spaß hatten und ich mich im Nachstieg relativ entspannen konnte.

Die Tour ist jedoch alles andere als Plaisir und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch wenn die Schwierigkeiten am Papier nicht allzu hoch wirken ist die Kletterei sehr gewöhnungs bedürftigt und die steilen Verschneidungen nicht leicht zu lesen. Darüber hinaus ist der Fels oft zum „mit nach Hause nehmen“. Sprich die Griffe sollten zuerst gut auf ihre Festigkeit geprüft werden.

Einige alte Rostgurken Schlaghaken sind vorhanden und ein paar wenige neueren Datums. Die Infrastruktur ist dementsprechend zu ergänzen 🙂