climbfreeblog

Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

Klettern Dolomiten – Routen Acquafun (6b) und Mix Oro e Carbone (7a) / Anton aus Tirol

Nachtrag vom August 2018:

Eine Ideale Kombination aus Zustieg und Klettermetern bietet der Brunecker Turm hinter dem Grödner Joch. In weniger als 2 Stunden von Innsbruck aus erreichbar finden sich hier Neoklassiker wie die Otto Volante (7a), Oro e Carbone (7a), Anton aus Tirol (7b) oder die Route Acquafun (6b).

Die Nordseitige Ausrichtung auf über 2.000 Metern machen das klettern im Hochsommer  hier ideal. Nach Regenfällen bzw. im Frühjahr wenn der Schnee noch nicht restlos geschmolzen ist sind die Routen aber sehr lange nass besonders die Oro e Carbone.

Nachdem ich vor drei Jahren die Ottovolante geklettert bin wollte ich unbedingt auch noch die Oro e Carbone gehen welche damals aber leider immer nass war.

Die Routen sind zwar durchgehend gebohrt aber durchaus mit würzigen Abständen zwischen den Haken. Sicheres Vorsteigen im jeweiligen Grad und eventuell ein paar mobile Sicherungsmittel helfen die Nerven zu schonen.

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Klettern – Schüsselkar, Söllerköpfe, Skywalkers 8-, 12 SL, 415m

Gestern nutzen Michi und ich nochmals die spätsommerlichen Temperaturen für einen Besuch im Schüsselkar. Unsere Wahl fiel auf die Route Skywalkers. Die Route wurde von  Andreas und Mathias Robl 2005 erstbegangen und ist eine alpine Sportkletterroute. Keile und Friends braucht man hier nicht dafür aber gute Schuhe für die plattigen Stellen.

Die erste Seillänge ist eine schöne 7- die an rauhem, wasserzerfressenen Fels zuerst steil einen kleinen Überhang hinaufleitet und dann über Wasserrillen nach links zum Stand. Die ungewohnte Kletterei in den Wasserrillen fordert gleich vertrauen in die Füsse und ein gutes Balancegefühl.

Seillänge 2-4 (4-5)führen über den Vorbau und sind etwas gesucht und schrofig. Man geht nicht immer die logischste Linie. Vom 3. Stand verleitet die Linie eigentlich gerade hinaufzugehen (dies ist die erste Seillänge der Route Zahnbeißer ) die Route Skywalker verläuft hier aber weiter rechts. Man kommt bei beiden Varianten wieder zum selben Stand.

Die 5. Seillänge (8-) ist zuerst eine knifflige Plattenschleicherei in der auch ein Haken fehlt weswegen man hier auch einen unguten Runout über der Platte hat. Die Stelle lässt sich aber auch weiter links ganz gut umgehen. Danach passen die Haken wieder und die Kletterei wird steiler.

Die 6. Sl ist wiederum nur ein kurzer Zustieg zur eigentlichen Headwall. in der 7. SL (8-) gehts dann steil hinauf an Leisten zum Stand. Bei Bergsteigen.com sind die 6+7 SL zusammengefasst. Es macht aber Sinn hier extra Stand zu machen. Die 8. Seillänge schaut nochmals recht steil aus, wir seilten jedoch am Ende der 7. Seillänge aufgrund des bereits fortgeschrittenen Tages ab. Bis auf die 5. SL ging alles RP. Hoffentlich gehn sich auch nochmals die oberen Seillängen aus, schauen wirklich gut aus.