Klettern, Chief Pinnis, 6c, 125m, Pinnistal

 

Eine kleine Perle im malerischen Pinnistal die Michi gestern zufällig entdeckt hat. Die 5 Seillängen sehen auf dem Papier zuerst nicht sehr spektakulär aus doch gepaart mit der anhaltenden Schwierigkeit dem tollen Ambiente und dem netten „einnradeln“ zur Pinnisalm ergiebt sich eine schöne Bike & Climb Tour.

Danke Christian Piccolruaz für eine schöne Tour die mich irgendwie an die Ottovolante am Brunecker Turm erinnert hat, nur ein bisschen kürzer eben. Die NW – Wand der Kirchdachspitze erinnert sowieso stark an die Dolomiten.

Daten zur Tour:

  • 5 – Seillängen zwischen 6b – 6c, 125m Wandhöhe,
  • steiler gutgriffiger Fels mit gebohrten Ständen und Zwischensicherungen
  • Schatten bis ca. 15.00 (Ende Mai)
  • mit 60m Halbseilen sollte man mit 2 mal abseilen den Boden erreichen
  • zwischen den Hacken muss zwingend geklettert werden
  • die letzte Seillänge hat etwas weiter Abstände als die vorigen
  • Start mit dem Fahrrad entweder vom Parkplatz zum Eingang ins Pinnistal oder zuerst mit Hilfe der 11er Lifte hinauf und dann bergab zur Alm

Homepage Piccolruaz: https://www.piccolruaz.at/privat/erstbegehungen/

Insgesamt ein wirklich tolles Erlebniss das man hier nicht weit von Innsbruck entfernt findet. Manchmal liegt das schöne eben so Nahe 🙂

Für uns beide RP heute. Danke Michi auch für die Fotos!

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a bissl steil am Anfang
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gespaltener Stein
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Ausblick auf die Pinnisalm
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die Wand
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1. Seillänge
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1.Seillänge
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2. Seillänge
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2. Seillänge
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2. Seillänge
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5.Seillänge
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5.Seillänge

 

 

 

 

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Klettersteig Monte Grappa 1.775. m (Carlo Guzella)

Ein Klettersteig der nicht nur sportlich- sondern auch geschichtlich interessant ist. Am Gipfel des Monte Grappa erinnert ein monumentales Bauwerk an die tausenden Toten die im I. Weltkrieg bei den Grenzkämpfen zwischen Italien und Österreich-Ungarn gefallen sind.

Am Gipfel dieses südlichsten Dolomitenausläufers eröffnet sich ein 360° Grad Panorama das seinesgleichen sucht.

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im 2. Teil des Steiges, im Hintergrund die Venezianische Tiefebene
INFO Klettersteig:
Anlage: in sehr gutem Zustand, neues Stahlseil (Stand April 2017)
Schwierigkeit: C/D
Gesamtgehzeit: ca. 6-7 Stunden, vom Parkplatz hin- und zurück
Höhenmeter gesamt: ca. 1.500hm
Ausgangspunkt: Parkplatz im Valle San Liberale
Anfahrt: Bei Crespano del Grappa, zweigt die ausgeschilderte Strasse ins Valle San Liberale folgend ab. Dieser bis zum Ende im Tal folgen (großer Parkplatz)
TOPO von bergsteigen.com: TOPO FERRATA CARLO GUZELLA

 

Beschreibung Klettersteig:

Vom Parklplatz im Valle San Liberale steigt man durch lichten Laubwald steil hinauf in Richtung der felsigen Abrüche des Monte Grappa. Der Weg ist immer gut ausgeschildert. Nach ca. 1 Stunde Zustieg fängt der Klettersteig an. Es geht über grasdurwachsene Felsrücken recht gemütlich immer höher wobei das Stahlseil manchmal Hilfe bietet. nach Süden hin bieten sich Tiefblicke ins Tal und bei klarer Sicht lässt sich auch schon das Meer erkennen.

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Hier gehts los

In der Mitte des Berges teilt eine in den Berg geprengte, schmale Strasse, die sich durch enge Tunnel auf den Gipfel windet den Klettersteig. An dieser Stelle befindet sich auch die Schlüsselstelle des Steiges die man recht luftig überwindet. Danach wird es kurz wieder einfacher bis nochmals ein steiler Felsaufschwung einiges an Kraft abverlangt.

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Tunnel
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hier wird der Tunnel überwunden
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nochmals steil

Danach geht es am Grat entlang bis zum Ausstieg von welchem man in einer halben Stunde den Gipfel mit dem Monument erreicht. Von hier bieten sich grandiose Ausblicke. Nach Süden hin in die venezianische Tiefebene und dem Meer und nach Norden zu den schroffen und teils schneebedekcten Dolomitengipfeln.

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Blickrichtung Norden mit der Marmolada im Hintergrund
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das Denkmal

 

Geschichte:

Hier oben boten sich die Italienische – und die Österreichisch-Ungarische Armee erbitterte Schlachten. Auch heute sieht man noch viele kleine Tunnels die, zum Schutz vor Angriffen der Gegenseite in den Berg gehauen wurden. Man kann nur erahnen was es geheissen habe muss wochen bzw. monatelang, auch im Winter hier in den Bergen auszuharren, mit täglichen, oft stündlichen Beschuss.

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Insgesamt gab es drei Piaveschlachten. Die 1. Piaveschlacht im November 1917, die 2. Piaveschlacht im Juni 1918 und die dritte Piaveschlacht im Herbst 1918. Allein bei der 3. Schlacht fielen auf italienischer Seite 40.000 Mann.

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