Von Innsbruck nach Athen und zurück. 10.000km am Balkan

Unsere Route:

  • 8 Länder
  • 10.000km
  • 14 Wochen

https://drive.google.com/open?id=1r4ywvMNXSxLLlBtHwoZoLLiqLLw&usp=sharing

bildschirmfoto-2016-11-22-um-15-58-12

Hier noch Eindrücke aus den einzelnen Ländern

SLOWENIEN

bag_5450
Bohinj See
bag_5546
Bleder See

KROATIEN

bag_6002
Brücke in der Nähe von Zadar
dscn9411
Lichtorgel in Zadar
DSCN9255.jpg
Abendstimmung in Roč

 

bag_6057
Panorama über Split
bag_6102
Kurz der Festung von Omiš

Bosnien und Herzegovina

bag_6183
Mostar mit seiner berühmten Brücke die im Krieg zerstört wurde und nun wieder aufgebaut ist
bag_6198
Kriegspuren wir hier findet man in Bosnien und Herzegovina immer noch sehr viele
bag_6252
auf der Brücke in Mostar
bag_6265
ebenfalls noch in Mostar
bag_6317
Kaffee in Sarajevo
bag_6328
Aussicht auf Dubrovnik

MONTENEGRO

bag_6379
Die Burg von Kotor
bag_6394
Die Bucht von Kotor
bag_6572
Das Mausoleum von Petar II. Petrović-Njegoš. Wohl eines der skurrilsten und eindrücklichsten Bauwerke Montenegros. Der große Dichter und Nationalheld lies sich nach seinem Tod auf dem Jezerski Vrh, einem der höchsten Gipfel des Lovčen Nationalparks ein Denkmal setzen. Die Aussicht von hier ist wirklich atemberaubend,
bag_6584
Der Dichter selbst
bag_6599
Auch diese Hornviper lebte im Mausoleum
bag_6636
Blick auf die Berge des Durmitor Nationalparks
BAG_6744.jpg
Abendstimmung am Skutarisee

ALBANIEN

BAG_6798.jpg
am Vermosh Pass mit Blick auf das Prokletje Massiv
DSCN1056.jpg
Sehr gutes, traditionelles Essen im Restaurant ODA in der Hauptstadt Albaniens, Tirana
DSCN1088.jpg
Nationalmuseum

MAZEDONIEN

DSCN1207.jpg
Orthodoxes Kloster am Ohridsee

GRIECHENLAND

BAG_6984.jpg
Die Felsenklöster von Meteora
BAG_7083.jpg
atemberauben schöne Konglomerat Türme
BAG_7169.jpg
hier fanden die ersten Olympischen Spiele statt. Die ersten vermutlich schon vor über 4.000 Jahren.
BAG_7173.jpg
Dieser „Seher“ war Teil der Dachverzierungen eines Tempels in Olympia
DSCN2179.jpg
Strand in Kyparissi

 

DSCN4438.jpg
Was will man me(e)hr?
BAG_7424.jpg
Sonnenuntergang über Athen

 

Advertisements

Montenegro-Prokletije Massiv-Karanfil Mountains

Vom wunderschönen Grebaje Tal, welches sich im äussersten Südöstlichen Zipfel Montenegros, an der Grenze zu Albanien erstreckt hat man einen wunderbaren Ausgangspunkt für diverse Touren ins Prokletije Massiv.
1. Tour  

Grebaje Tal. Aussichtstour zum Valušnica (1.879m), Popadija-Talijanka (2.057m)

Eine schöne Rundtour mit grossartigen Ausblicken zum Prokletije Gebirge. Beim Nationalpark Zollhäuschen links hinauf zur Serbischen Alpenvereinshütte und auf gut ausgeschildertem Weg durch schattigen Laubwald zu einer saftigen Wiese.

Hier kann man entweder zuerst links Richtung Valušnica gehen, oder man zweigt rechts Richtung Popadija ab und kommt dann über die Bergrücken zum Valušnica.

Man geht hier auf der albanisch – montenegrinischen Grenze und hat Tiefblicke in verschiedene Täler.

Gehzeit: ca. 6 Stunden, etwa 1.100 Höhenmeter







2. Tour

Grebaje Valley
– Sjeverni Vrh – Juzni Vrh höchster Gipfel 2.490m 

Die Tour führt im Grebaje Tal auf der linken Seite kurz vor Talschluss steil auf die Karanfil Gipfel.

Man geht nach den letzten Häusern immer weiter Richtung Talschluss bis links ein Weg abzweigt.

Am Hauptweg befindet sich auch ein grosser Fels auf dessen Rückseite Karanfil steht mit Pfeil nach rechts.

Sieht man aber wie gesagt nur wenn man von der anderen Richtung kommt.

Die ersten paar hundert Höhenmeter geht es auf gut markierten Steig in steilen Serpentinen höher bis man ein Geröllkar erreicht.

Dort an der linken Seite des Kars weiter bis zu dessen Ende und auf dem Gras bewachsenen Steilstück hinauf bis zu einer kleinen Scharte. Jetzt ist man auf der Rückseite des Berges und blickt Richtung Albanien.

Man sieht von hier auch den höchsten Berg des Prokletije Massivs, den 2.694m hohen Maja e Jezerce der auf albanischer Seite steht.

Eine kurze Seilversicherte Stelle folgt, bevor es links weiter über steiles, felsdurchsetztes Gras Richtung Gipfel geht.

Fallen sollte man hier nicht, links geht es ca. 2.000m steil ins Tal hinunter. Auch bei Regen ist dieser Teil durch das Gras rutschige Gras heikel..

Markierungen sind vorhanden ein Gespür für Wegfindung hilft jedoch ungemein.

Der erste Gipfel den man erreicht ist der 2.460m hohe Sjeverni Vrh.

Die Mühen werden mit einer wunderbaren Panoramaaussicht belohnt. Montenegro und Albanien reichen sich die Hände und die Grenze ist nur mehr ein gedachter Strich.

Folgt man dem ausgestzten Grat weiter erreicht man noch den um 30 m höheren Veliki Vrh und schließlich den wieder niedrigeren Juzni Vrh.

Trittsicherheit und ein Auge für lose Steine sind für den Grat die Vorraussetzung.

Eine anspruchsvolle, einsame Tour die durch die archaische und wilde Berglandschaft auf einige der höchsten Prokletije Gipfel führt.

Gehzeit:

8 – 10 Stunden, etwa 1.800 Höhenmeter, zum Ende hin ausgesetzt, Trittsicherheit erforderlich








Klettergebiete in Montenegro

Noch nie gehört, dass man dort klettern kann? Eigentlich habe ich mir am Anfang auch keine Hoffnungen gemacht an diesen weissen Flecken der Kletterlandkarte etwas zu entdecken. Von Kroatien bis Griechenland gähnt ein klaffendes Loch in Punkto vertikale Betätigung. Doch wer suchet der findet.

Im folgenden ein paar Gebiete die wir besucht haben:

Montenegro: 

1. Podgorica – Smokovac

(das derzeit wohl beste und grösste Klettergebiet Montenegros), liegt in einem Canyon etwa 5 Kilometer hinter der Hauptstadt. Der gelb orange Fels ist meist versintert und erinnert an Wände wie es sie zum Beispiel in el Chorro in Spanien gibt. Da das Klettern hier noch nicht so lange praktiziert wird sind viele der Routen nur bis dorthin eingebohrt wohin das Kletterniveau gereicht hat. Sprich nach 15-20 Metern ist oft Schluss obwohl die Route noch Potenzial für weitere 10 Meter hätten. Verlängerungen sind alle möglich.

Wir haben auch Kontakt zu einigen lokalen Kletterern gehabt, die alle sehr aufgeschlossen und hilfsbereit sind. Für alle die gerne selber Routen erschliessen wollen oder Infos brauchen sind Sie der Anlaufpunkt. Am besten schaut Ihr einfach mal auf die Seite von Ihnen: http://www.montenegroclimbing.net/en/where-to-climb

Auch der Slowenische Profikletterer Klemen Bečan,hinterließ hier mit zwei Routen seine Spuren. „Neverovatni Dinosuari“ 8b und „Rotor and Wings“ 8b+

Routen: derzeit ca. 80

Topo: bis dato noch nicht vorhanden, Namen und Schwieriegkeit stehen am Einstieg der Routen angeschrieben.

Ausrichtung: westseitig, im Sommer Schatten bis ca. 14.00.

Verhältnisse: es kann im Canyon jedoch sehr heiss werden. Ideal zum klettern ist sicher Frühjahr und Herbst. Zustieg ca. 20 Minuten

Unterkunft: entweder wild kampieren am Fluss oder kleiner Campingplatz unterhalb der Felsen. Man könnte auch direkt am ebenen Wandfuss schlafen.

Sektor gegenüber Tankstelle:

Es gibt einen weiteren kleinen Sektor gegenüber der Tankstelle. Etwa 20 Routen von 5b-7a+.

Ausrichtung: Ostseitig, Nachmittags im Schatten

 

2. Kolasin

Fährt man die Strasse von Smokovac durch den Canyon weiter erreicht man Kolasin, ca. 1,5 h mit dem Auto. Der Schiort liegt in den Bergen und ist im Sommer angenehm kühl. Österreicher haben hier ein paar Routen erschlossen.

Felsqualität variert ziemlich, so ist mir in meiner zweiten Route ein riesiger Griff ausgebrochen (Route Fuck you..). Bin die Route dann nochmal geklettert und ich denke der Grad hat sich deswegen nicht verändert 🙂 Einige Routen sind zudem ziemlich mit Flechten zugewachsen. Am linken Rand sind einige neue Touren dazu gekommen. leider wurde oft auf brüchigem Fels und völlig sinnlos gebohrt.

Topo: topo-kolasin (von flugmeter.info)


 

3. Durmitor – Pirlitor:

Einer der intressantern Klettergärten im Durmitor Nationalpark. Von Italienern erschlossen. Ein Anfänger Sektor (kurze Routen bis 5b) und ein Sektor mit längeren Routen im scharfen, wasserzerfressenem Kalk. Routen sind recht anspruchsvoll.

Ohne 4×4 sollte man sein Auto besser etwas vorher abstellen und den Rest desWeges zu Fuss gehen.

Anfahrt und Topo: Pirlitor


4. Gusinje

An der Grenze zu Albanien gelegener Ort im Prokletje Gebirge. Im Vusanje Tal wurden hier mit Unterstützung der GTZ einige Klettergärten erschlossen.

Wir besuchten den grössten von Ihnen (Ali Pasha), dieser konnte uns jedoch leider nicht überzeugen. Da hier augenscheinlich wenig geklettert wird sind die Routen zugewuchert und auch die Felsqualität kann ich nur als mangelhaft bezeichnen. Ehrlicherweise habe ich nach zwei Routen aufgegeben und bin lieber ein Bier trinken gegangen. Vielleicht sind die anderen Sektoren ja besser.

Uns haben hier sowieso mehr die Berge und das Wandern angezogen.

Topo: Gusinje (Topo von Geoquest Verlag)

 

Exkurs Bosnien und Herzegovina:

Das Gebiet Dreznica, am Weg von Mostar nach Sarajevo bietet netten Fels mit Campingmöglichkeit, direkt über einem Fluss.

Topo: 

Highway to Hell: Vom Skutarisee nach Gusinje über den Vermosh Pass

Google Maps und TomTom sind sich einig. Der schnellste Weg vom Skutarisee nach Gusinje führt über Albanien. 
Die Strasse hinter der Albanischen Grenze windet sich in engen Kurven den Hani i Hotit Pass, zuerst hinauf und dann wieder hinunter.

Der Strassenbelag ist neu und die Leitblanken glänzen. Am höchsten Punkt gibt es sogar einen gläsernen Aussichtsbalkon von dem man in die 1.000 Meter tiefer liegende Schlucht sehen kann.

Auf einem Schild lesen wir dass die Strasse mit EU Fördergeldern gebaut wird.

Wir denken uns gut und fahren weiter. Schließlich ist es nicht verkehrt für die Anbindung dieser abgelegen Region etwas beizutragen.

Als wir uns unzählige Serpentinen später am Boden des Canyons befinden ragen die steilen Felswände über 1.000 Meter empor und lassen uns am Fusse dieser Berge ganz winzig erscheinen.

Gegenverkehr gibt es in Form von Schafherden oder vollgepackten Eseln, hie und da kommt uns auch ein Geländewagen oder Laster entgegen.

Irgendwann hört der gute Asphalt dann aprubt auf und verwandelt sich in eine Staub und Schotterpiste. Ein Baustellenschild am Fahrbahnrand lässt mich vermuten dass es sich nur um eine kurze Stelle handelt.

Dass dem nicht so ist erfahren wir auf den nächsten Kilometern.

Immer wieder säumen grosse Gesteinsbrocken die Piste, das Wasser und die LKWS haben tiefe Fahrrinnen gegraben. Die Strasse ist unniveliert und des öfteren sitze ich mit meinem Skoda Roomster auf.

Zudem ist die Fahrbahn nur mehr einspurig was oft komplizierte Ausweichmanöver mit den entgegenkommenden LKWS nötig macht.

Da wir uns nun wieder mühsamst aus dem Talboden herauswinden wird der Abgrund an der linken, unbefestigten Fahrbahnseite auch immer größer.

Laut TomTom sollten wir unser Ziel in weniger als dreißig Minuten erreichen in der Realität sind es drei Stunden.

Als wir um 19.10 in Lepushe, einem Albanischen Dorf auf 1.260m Höhe ankommen entschließen wir uns dort zu nächtigen.

Für unser eigentliches Ziel Gusinje, welches nur mehr 15km entfernt ist brauchen wir am nächsten Tag auch noch anderthalb Stunden. Nach der Montenegrinischen Grenze wird die Strasse zumindest wieder asphaltiert.

Fazit:

1. Auch die beste Strasse hat einmal ein Ende.

2. Trau weder TomTom noch Google.

3. Wer in Albanien einen 4×4 hat, hat gewonnen.

Der gute Teill…
…und der schlechte

Montenegro: Skutarisee/ Skadar Lake

In etwa drei Stunden kann man alpine Bergwelt gegen mediterranes Ambiente tauschen wenn man von Zabaljak nach Petrovac fährt.
Montenegro bietet auf kleiner Fläche eine Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume.

Wir fahren zum Autokamp Maslina, in der Nähe von Petrovac. Der lange Kiesstrand hat auf Google Maps einen guten Eindruck hinterlassen.

In der Realität muss man ein paar Abstriche machen. Direkt hinter dem Strand befindet sich ein Wohnwagen Park und ein kleiner Fluss entwickelt ähnliche Gärgerüche wie eine Kläranlage.

Schade weil die Bucht, die links und rechts von grossen Felsen umschlossen ist, sonst sehr malerisch wirkt.

Am nächsten Tag fahren wir weiter, zum Strand von Petrovac, machen jedoch gleich kehrt als wir ein Meer von Sonnenschirmen und Liegen erblicken.

Auf der Suche nach mehr Abgeschiedenheit werden wir bei „Katun Rezevici“ fündig. Die Bucht ist zwar auch nicht abgeschieden aber auf der rechten Seite, wo der Kiesstrand mit grossen Felsblöcken gesäumt ist finden wir unter einem Kalkmonolithen ein schattiges Plätzchen.

Das glasklare, türkisblaue Meer eignet sich gut zum Schnorcheln und ich finde sogar einen Felsen an dem ich ein paar Traversen über dem tiefblauen Wasser ziehen kann.

Einziger Wermutstropfen, bleibt eine riesige Hotelruine am linken Ende der Bucht. Nie fertiggestellt, bröckelt der Betonkasten vor sich hin und verschandelt die Landschaft.

Blickt man über diese Tatsache hinweg findet man hier ansonsten einen relativ ruhigen Strand der noch nicht komplett mit Sonnenliegen zugepflastert wurde.

Von unserem Strand machen wir uns auf den Weg in Richtung Skutarisee. Vorbei geht es an der Touristenhochburg Budva, wo vornehmlich Russen und Ukrainer Körper an Körper am Strand picken oder auf Jetskis über die Wellen jagen. Auch die Luxusurlaubsinsel „Sveti Stefan“ lassen wir links liegen.

Unser Ziel heisst „Karuc“ und ist im Navi leider nicht zu finden. So machen wir ein paar kleine Umwege über Strassen wo der Asphalt langsam wieder von der Natur zurück gewonnen wurde.

Irgendwann stehen wir verloren in einem kleinen Weingut und müssen nach dem Weg fragen.

Der einzige der Englisch spricht ist der alte Grossvater „George“ der Seemann war und uns sehr hilfsbereit den richtigen Weg beschreibt. Zudem lädt er uns noch auf einen „Campari“ ein der sich schliesslich als selbst gemachter Kirschlikör entpuppt. Und es bleibt nicht bei einem, als er zum vierten Mal nachschenken möchte lehnen wir dankend ab. Immerhin ist es schon nach sieben und wir wollen doch noch nach „Karuc“ wo wir ein Apartment gebucht haben.

Ein paar Zwiebel aus eigen Anbau bekommen wir noch mit auf den Weg und der Schwiegersohn eskortiert uns noch mit seinem Auto zur Richtigen Abzweigung. Wenig später erreichen wir doch noch unsere Ziel „Karuc“.

So viel Herzlichkeit überwältig uns.

Auch unsere Unterkunft gefällt uns. „Karuc“ ist eigentlich ein kleiner Weiler direkt an den Ausläufern des Skutarisees. Abgelegen und untouristisch.

Seerosen und Schilf bilden grüne Inseln im See. Unser Apartment ist in einem alten Steinhaus das sich an das Ufer schmiegt und mit wildem Wein zugewachsen ist. Feigenbäume spenden Schatten.

Von der unteren Terrasse kann man direkt in den See hinaus schwimmen.

Das Abendessen besteht, wie könnte es anders sein aus frisch gefangenem Seefisch. Fischsuppe und die frittierten Karpfen sowie Forellen sind köstlich.

Schade dass wir morgen schon wieder fahren!

Das mysteriöse Ostrog Kloster in der Nähe von Nickšić
image
George, Esel, See und Ich
image
Küste Montenegro
img_6184
Das mysteriöse Ostrog Kloster in der Nähe von Nickšić
img_6188
„Karuc“

 

Montenegro: Nationalpark Durmitor

Bergtour auf den Bobotov Kuk 2.523m

Heute halb im Nebel und halb in der Sonne auf den Bobotov Kuk gewandert. Die höchste Erhebung des Durmitor Nationalparks. Manchmal auch als höchster Gipfel Montenegros angeführt, was aber anscheinend nicht stimmt weil es noch einen bisschen höheren gibt, der liegt aber zur Hälfte in Albanien und deswegen wollen die Montenegriner lieber den Bobo als höchsten anerkennen weil der zur Gänze Ihnen gehört.

Uns ist das ziemlich wurscht weil die paar Meter interessieren eh niemanden.

Los gehts für uns aus Zabljak, das ist die Nordroute. Es gibt auch noch zwei Wege von Süden wo man schon auf 1.900m startet und sich 500hm und ein paar Kilometer spart.Wir wollten den Klassiker weil zu einfach soll man sichs auch nicht machen.Nachdem wir gestern ordentlich durchgewassert wurden hoffen wir heute auf besseres Wetter.

Als um 5.00 der Wecker klingelt erblicken meine müden Augen leider nur graue Trübnis und der nächste Regenguss scheint zum Greifen nahe.Nach kurzem hin und her schleppen wir uns dann doch aus den Federn und anschließend in den Nationalpark.

Als wir um Punkt 6.00 aus dem Auto steigen hängen die Nebelschwaden noch tief im grünen Wald und noch nicht einmal das Mauthäuschen das 2€ pro Person kassiert ist offen. So sparen wir uns zumindest den Eintritt.

Wie mechanisch setzen wir einen Schritt vor den anderen, wir sind zu müde zum reden. Nur die Vögel hört man hie und da durch den Nebel, wenn Sie den neuen Tag begrüssen.So in etwa geht es die ersten drei Stunden dahin, wir treffen lediglich ein Pärchen das das selbe Ziel hat.

Wolken ziehen über uns vorbei doch die Sonne lässt sich nicht blicken. Wir hoffen nur, dass es nicht wie gestern aus vollen Kübeln zu schütten anfängt. Der Weg zurück wäre jetzt schon ziemlich lang.

Gegen 10.30 erreiche ich den Gipfel, zuvor hat es ordentlich gestürmt und Bernadett wartet auf der kleinen Einsattelung etwa 150hm unterhalb. Oben sieht man auch nicht mehr als zuvor und so knipse ich schnell ein Erinnerungsfoto und mache mich an den Abstieg.

Wieder am Sattel angekommen überrede ich Bernadett doch noch zum Gipfel zu kommen, oben war es schliesslich wärmer als hier.

Kurz nachdem Bernadett zum ersten Mal und ich zum zweiten Mal den Gipfel erreichen kommt eine etwa 15 köpfige kroatische Wandergruppe auch herauf. Lauthals wird der Gipfelsieg gefeiert und ich soll sogleich ein paar Fotos von der Gruppe schiessen die sogar noch die kroatische Fahne auspacken.

Just in dem Moment als ich denke schlimmer kanns nicht werden strahlt die Sonne durch die Wolken und wärmt unsere müden Glieder.

Endlich sehen wir durch die zerfetzen Wolken hindurch was und bis dahin verborgen blieb: schroffe Felsen, grüne Hänge, mit Gras bewachsen das fast zu fluoreszieren scheint und Gämsen die über die Grate huschen.

Immer mehr erkennen wir weil der Wolkenschleier sich lichtet und so ist auch der Abstieg intressant weil wir immer wieder neues entdecken.

Daten der Tour, Zabljak Route:

ca. 1.400 hm im Aufstieg

Etwa 20 Kilometer gehen

Gesamt: 8-10 Stunden

Die Höhenmeter sind eigentlich nicht so viel doch der Weg zieht sich ziemlich, es geht immer wieder auf und ab und das Gros der Höhenmeter erledigt man im letzen Drittel wo es über Schotterinnen und verblocktes Gelände Richtung Gipfel geht.

Aufstieg Südseite:

Vom Sedlo Pass auf 1.900m. Etwa 2,5-3h, damit deutlich kürzer.

Schön soll auch die Überschreitung von Süd nach Nord oder vice Versa sein.

so verlassen blieb der Gipfel nicht lange
beim Abstieg lichtet sich der Wolkenschleier
Bobotov Kuk der höchste auf der rechten Seite
jetzt wirds fast kitschig

Some places in Croatia: Split

Ein Plätzchen über Split:
Das Thermometer schlug schon über 30 Grad aus und so legten wir auf dem Weg von Paklenica nach Split eine Siesta an den schönen Kiesstränden von Vodice ein.

San Francisco in Kroatien

Vodicê

Auf http://www.nature-classic.at haben wir von einer guten Biwak Möglichkeit und Klettergelegenheit hoch über Split gelesen.

Die Felsen von Malačka sind zwar nur zwischen 10-12 m hoch und auch die Schwierigkeiten gehen gerade bis 7a doch die Routen sind trotzdem recht ansprechend und ästhetisch. Am Nachmittag klettert man zudem im Schatten und eine angenehme Brise und der unvergesslichen Blick auf Split lassen die Kürze der Touren vergessen.

Malačka

Kurz oberhalb des Klettergarten befindet sich ein ehemaliger Militärübungsplatz an dem noch zwei Tontauben Schiessanlagen stehen. Dort haben wir dann auch unser Nachtlager aufgestellt. Ein wirkliches Zimmer mit Aussicht:

Zimmer mit Aussicht
über Split
die alten Schiessanlagen
Night

Leider machte der Wind die Nacht etwas unruhig und manchmal dachten wir im Windkanal zu stehen. 

Am nächsten Tag besuchten wir noch Trogir, eine alte Seeräuberstadt und fuhren weiter zum Klettergebiet Markezina Greda. Ein grosses Gebiet mit über 100

Routen, doch auch hier wurden wir leider vom Winde verweht und packten nach zwei Routen unsere Sachen.

Am Abend nächtigten wir in einem Apartment in Split. Das an sich schöne Split mit der historischen Altstadt, griechischen Tempeln und dem Diokletianspalast wurde jedoch auch von Orkan artigen Böen heimgesucht. Das Wasser wurde ins Land gepeitscht und die Äste von den Bäumen gefegt.