Ein Plädoyer für den Winter (Axamer Kögele 2.097m)

Heute vor einer Woche hatte es noch minus 17 Grad am Parkplatz Arzkasten. Heute ist der Temperaturanzeiger auf 10 Grad plus geklettert (zumindest in der Sonne). Zumindest diese Woche sieht es auch nicht mehr nach einer Abkühlung aus, sondern das Tauwetter soll anhalten. Schitourenmäßig wird sich da nicht mehr allzu viel abspielen.

Heute bin ich um 12.30 Richtung Axamer Kögele gestartet, da der Himmel aufklarte und es sonnig wurde. Lange Unterhosen kann man bei den Temperaturen getrost daheim lassen.

Die Aussicht vom Kögele traumhaft, auch wenn’s am Gipfel gleich aper wie im Frühling ist.

Frühling im Winter ist nicht mein Fall. Irgendwas fühlt sich da auch nicht ganz richtig an wenn man durch den Schnee stapft und er unter dem Fuß schmilzt. Der Körper muss auch schon wieder umdenken.

Der Organismus der zur Ruhe gekommen war wird wieder aufgeschreckt.

Die Kälte und der Schnee die einem eine Abgeschiedenheit von der Welt vermitteln wenn man draußen unterwegs ist, aber zugleich auch diese wohlige Wärme und Geborgenheit wenn man drinnen auf der Couch liegt fehlt. Kein frieren beim Handschuh ausziehen und abfellen. Kein Zittern wenn man beim Auto noch schnell die Schi abbürstet. Keine Notwendigkeit daheim sofort in die heiße Dusche zu springen.

IMG_7661

Advertisements

Glanderspitze 2.512m von Griest

Heute fuhren David, Birgit, Stefano und ich Richtung Oberland. Die Entscheidung für diese Tour viel erst im Auto. Ich hatte am Vorabend noch ein wenig recherchiert und bin dann zufällig auf diesen schönen Anstieg gekommen.

Los geht’s von Griest, oberhalb von Zams über breite Wiesenhänge, die mit vielen Lärchen durchsetzt sind. Der Aufstieg relativ einfach und das Gelände lawinensicher was auch ein Kriterium war. Immerhin war die Warnstufe immer noch 3. Nach ca. 1.000 hm erreicht man einen Rücken auf welchen es dann Richtung Osten zum Gipfel geht. Wunderschöne Ausblicke in die umliegenden Täler. Im Hintergrund erkennt man auch die Bergstation der Venet Bahnen.

Der Gipfelgrat war ziemlich abgeblasen aber man konnte mit den Schi trotzdem leicht bis zum Gipfle kommen. Etwas problematischer war die Abfahrt bis zum Rücken und der ein oder andere Stein hat sich dann auch in meinem Belag verewigt.

Ab dem Rücken aber super Pulver bis zum Auto und ein fein kuppiertes Gelände.

Alles in allem ein strahlend blauer Tag und eine super Schitour!

Versuch Pfoner Kreuzjöchl und Patscher Alm

Aufgrund mangelnder Sicht musste ich ca. 200hm unterm dem Kreuzjöchl umdrehen. Ich war heute auch der einzige der unterwegs war und bin die Tour noch nie gegangen. Deswegen war es auch mit der Orientierung nicht ganz leicht.
Da es zu Mittag doch noch sonnig wurde bin ich noch schnell auf die Patscher Alm und hab die Sonne und ein Weizen genossen. Alles zusammen waren es auch fast 1.700 hm.

Ein Schwank vom Wank 2.209m und Grünberg 1.497m

Übers Wochende ergiebiger Schneefall und heute kasierlichers Hochdruckwetter. Das kann nur ein perferkter Schitourentag werden.

Der einzige Wehrmutstropfen war die hohe Lawinerwarnstufe, gestern sogar bis 4, heute im ganzen Land „a dreier“.

Die Auswahl war somit schon einmal etwas eingeschränkt. So bot sich ein Ausflug zum Wank an, den ich erstens gut kenne und der zweitens, bis auf den Gipfelhang nicht lawinengefährdet ist.

So ging es um ca. 8.40 vom Arzkasten weg. Ein Kaltstart par excellence, das Thermometer meines Autos zeigte -17° Celsius an 🙂 Wohl dem der die Schi schon zuhause aufgefllt- und dicke Handschuhe mitgebracht hat. Bis zur sogenannten „Lacke“ gab es auch nicht wirklich viel Sonne und so brachte ich diesen Abschnitt zügig hinter mich.

Ab der „Lacke“ lachte dann aber die Sonne schon vom Himmel und der Schnee strahlte erfreut zurück. Gut für die Temperatur, schlecht für die Augen weil ich meine Sonnebrille vergessen hatte.

Soviel ich noch ohne Sonnenbrille erkennen konnte waa der Ausblick bei der „Lacke“ auf das Inntal, ins Oberland und ins Karwendel atemberaubend. Eine weisse Decke erstreckte sich in alle Himmelsrichtungen. Die Bergsptizen von einer dicken Zuckerglassur bedeckt und Pulver unter den Füssen. Ein Wintertag wie er sein soll.

Ich war heute der geschätzt fünfte am Gipfel und nach mir kamen auch noch eine ganze Menge Leute. Weils oben auch recht kalt war machte ich mich sodann an die Abfahrt.

Schöner Pulver, teilweise etwas schwer, aber das beste das ich diesen Winter bis jetz unter meinen Bretteln hatte. Und das Wetter sowieso.

Weils gar so schön war, stattete ich dem alten Grünberg noch einen Besuch ab und schwelgte ein bisschen in der Erinnerung wie ich hier Schifahren lernte. Damals gab es noch einen Einser Sesselfit zum Gipfel. Heute erledigte ich den Aufsteig mit Ski, da musste ich auch weniger frieren als, als Kind mit dem langsamen Sesselift.

 

Vom Winde verweht – Flatschspitze 2.566m

Erstens: ist Sie ziemlich lawinensicher (vor allem wenn man gleich abfährt wie aufsteigt)

Zweitens: gibt es eine schöne Hütte mit super Essen und einem Weltklasse Apfelstrudel

Drittens: Wenn es frisch geschneit hat ist die Abfahrt ein Traum

Viertens: meistens ist Sie nicht sehr überlaufen.

Da ich am Dienstag ja schon den Gedanken hegte diese Tour zu machen, ging ich Sie heute an. Auch wenn im unteren Bereich nicht sehr viel Schnee liegt kann man Problemlos vom Parkplatz mit den Schi starten.

Im Wald wächst durch die weiße Schneeschicht das ein oder andere Schilfbüschel und man fragt sich ob man hier schon richtig ist oder man gleich zu einem See kommt. Ein wenig weiter oben war die Schneedecke jedoch schon verdichteter und der winterliche Eindrucke überwog.

So, und jetzt komm ich zum, meiner Ansicht nach, einzigen Nachteil dieser Tour. Wenn es föhnig ist bläst dich der Wind zurück nach Innsbruck. So ging es auch mir heute. Nach der Enzianhütte ist man den Orkan- artigen Böen schutzlos ausgesetzt und bald fühlt sich das Gesicht wie Sandgestrahlt an. Rote Backen und Rotzfähnchen die aus der Nase triefen sind der Preis für die heutige Einsamkeit auf dieser Tour.

Ich schleppe mich noch mit letzer Überwindung bis kurz unter den Gipfel uns suche Zuflucht bei einem Stein der etwas Windschutz bietet. Schnell mit dem klammen Fingern das Fell heruntergerissen und ab geht’s Richtung Tal.

Wegen der gefühlten minus 20 Grad, fühle ich in meinen Fingern auch nix mehr und deswegen wird auch der tolle Apfelstrudel aufs nächste Mal verschoben.

Bis zum nächsten Mal!

Nösslachjoch 2.231m

Eine nette Schitour, die zuerst etwas uncharmant unter einer Autobahnbrücke und über eine steile Piste hindurchführt aber schliesslich in einem schönen Anstieg durch den Wald mündet.

Die Route beginnt bei der Talstation der Bergeralm und führt in ca. 1.180 hm auf das Nösslachjoch. Der Aufstieg ist auch von Nösslach aus, durch freies Schigelände möglich. Momentan dürfte es dafür aber noch zu wenig Schnee haben.

Vom Gipfel hat man eine wunderschönen Ausblick auf die Zillertaler und Stubaier- Alpen sowie die Brennerberge. Mein Blick wanderte Richtung Flatschspitze die am Donnerstag hoffentlich schon genung Schnee haben sollte.

In Innsbruck war es heute früh noch dicht bewölkt, weiter südlich war es stellenweise sogar blau und sonnig. Über dem Nösslachjoch ein Mix von beidem.

Da es frisch geschneit hatte gingen sich auch ein paar Pulver Schwünge im freien Gelände aus. Nach wie vor ist aber die Unterlage noch etwas dünn und deshalb vorsicht auf Steine.

 

IMG_7603_1
Nösslachjoch 2.231 m

 

Pfaffenbühel (2.330m) Hochfügen

Jedem Pfaff sein Bühel, oder so ähnlich..

Eine angenehme Schitour im Zillertal, genauer gesagt in Hochfügen. Auch hier geht es zuerst über Pisten bis zur Bergstation des Pfaffenbühel Lifts. Dort kann man die Ski deponieren und den kleinen Gipfel in ca. 15-20 min. zu Fuß erreichen. Der letzte Abschnitt lässt die Lifte aus dem Blickfeld wandern und man hat den Eindruck einer großartigen alpinen Kulisse.

Insgesamt eine schöne Tour, vor allem weil auch relativ wenig auf den Pisten los war. Vom Gipfel hat man einen wunderbaren Rundumblick und man vergisst fast, dass man sich in einem Skigebiet befindet.