Klettern Karwendel – Gramai – Lunstkopf -Karwendelwind

Felix und ich entschlossen uns am Sonntag dem Karwendel wieder einmal einen Besuch abzustatten. Die Route Karwendelwind bietet einen schönen Anstieg an der Nordseite des Lunstkopf, gegenüber der Gramaialm.

Wir waren an diesem Tag die einzige Seilschaft und hatten einen guten Tag in dieser relativ neuem Tour im Karwendel. Erstbegeher waren Max Schneider und Georg Wimmern im August 2012.

Die Route ist gut mit Borhaken abgesichert und man benötigt kein zusätzliches Sicherungsmaterial. Der Fels wird nach obenhin immer besser, wenngleich es natürlich Karwendel typisch immer wieder ein paar splittrige Stellen gibt. Hat man sich damit aber einmal abgefunden lässt sich die Tour super klettern und einem Genuss reichen Tag steht nichts mehr im Weg.

TOPO und Routenbeschreibung hier:

der Zustieg über die Rinne kann bei Nässe etwas heikel werden.
immer wieder sind einige Querungen eingebaut
die wohl beste Seillänge der Tour
die 8. SL
die 10.Sl

Klettern Martinswand – Il mondo disperso – 7a

Geklettert am 13.03.2022

Die zerstreute Welt auf deutsch befindet sich in der Martinswand. Als Zustieg fungieren die ersten 6 Seillängen der Tiroler Fischzuchtplatten.

Die Seillängen 1 und 2, und 3 und 4 kann man gut zusammenhängen. Wobei im Panico Führer hier ein Fehler im Topo ist. Die 4. Seillänge hat nämlich einen Zwischenstand vor dem Band. Macht man bereits hier Stand ist die 5. Seillänge 60 Meter lang und man sollte auf den Seilverlauf aufpassen.

Die 6. SL hat nach dem Riss einen schwierigen Ausstieg in die Platte. Danach kommt ein unangenehmes Schotterband das man nach rechts quert zum Einstieg der il mondo disperso.

Die 1. SL der il mondo disperso beginnt recht steil. Die Sequenz war nicht ganz leicht zu lesen und man muss von einer brüchigen Schuppe nach rechts queren. Danach Ausdauer in einer Verschneidung bis zum Stand.

Die 2. SL beginnt ebenfalls steil mit einem Bauch den es zu überwinden gilt. Danach kommen einige harte Plattenstellen die man richtig lesen sollte wenn man sich den roten Punkt anholen will..

Die 3. SL beginnt mit einem kurzen Boulder vom Stand weg und führt dann über Verschneidungen und Schuppen nach oben. Die Hackendichte nimmt zum Stand hin ab obwohl der Fels hier etwas splittrig und brüchig ist.

am Stand der 3. SL

Die 4. SL ist wohl die spektakulärste. Man klettert durch einen gelben Überhang und überwindet diesen an der linken Seite bevor man in eine schöne Tropflochplatte aussteigt.

Die 5. SL ist eine 30 Meter lange links Querung bis zu einer Nische mit dem Wandbuch.

Von hier aus führt die 6. SL nochmals in steiler Wandkletterei nach oben. Leider wars hier schon fast dunkel als ich rauf bin, deswegen kam mir diese Länge auch anspruchsvoll vor.

die Nische mit dem Wandbuch
steil

Generell sollte man gut Schuhe und Zehen mitbringen 🙂 und nicht einsteigen wenn die Temperaturen zu hoch sind. Die il mondo disperso ist zwar insgesamt recht steil aber Martinswand typisch hat man oft nur kleine Schmiertritte welche die Zehen ziemlich arg belasten.