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Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

Archive for ‘Mai, 2016’

Ganalm – Walderalm – Hinterhornalm mit Trail

..dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer..

das dachte ich als ich am Weg zur Walderalm war. Weil, ich war wieder mal falsch abgebogen..scheint zur Gewohnheit zu werden.

Deshalb nach kurzem Intermezzo auf diesem steinigen Weg zurück auf die Strasse und weiter den Panoramaweg Terfens in langer links Kurve hinein ins Vomperloch.

Abgeschieden liegt dieses schöne kleine Tal unter einem und steil fällt der Weg zur rechten Seite ab.

Der hier in angenehmer Steigung verlaufende Forstweg führt zuerst zur Ganalm 1.190m und schließlich zur Walderalm 1.511m, welche bewirtschaftet ist. Essen bis 17.00. Von hier hat man einen wunderschönen Panoramablick aufs Inntal, ins Vomperloch und die Karwendelberge. Leider war die Sicht durch den Sahara Staub und die Wolken etwas getrübt.

Gemütlich geht es weiter zur Hinterhornalm auf 1.522m wo man auch nochmals gut essen kann.

Den Fussweg zur Hinterhornalm kannte ich schon länger und heute wollte ich mal probieren welche Trail Tauglichkeit dieser hat.

 

Fazit: im oberen Teil ziemlich steil mit einigen felsigen Stufen, deshalb musste ich immer wieder absteigen und schieben.

Im Mittelteil schön flowig durch einen Laubwald mit einigen Wurzeln und Steinen.

Im unteren Teil auch einige schöne Passagen aber auch einige steile Stufen.

Ps.: Ich bin nicht den gesamten Weg gefahren sondern auch ein paar Stücke die Strasse.

Gesamt: einige schöne Passagen aber leider auch einige Schiebestellen (zumindest für mich)

 

Alternative: Zuerst zur Hinterhornalm und dann zur Walderalm, dann den Weg Nr.6  Richtung St. Michael. Das ist der Weg den ich irrtümlich zuerst herauf getreten bin. Hier gibt es einige „Abschneider“ die glaube ich super als Trail geeignet sind. Muss ich selber aber nochmals ausprobieren!

 

Dauer: ca. 3 Stunden mit kurzen Pausen

Ausgangspunkt: Gnadenwald, Parkplatz zur Hinterhornalm

Höhenmeter: bei mir waren es 1.060, ohne Verfahren ca. 800

Kilometer: 25

Tremalz Runde mit Abstecher in Storo (ca. 2.600 hm)

Als ich heute gegen neun Uhr aufgestanden bin hatte ich noch nicht daran gedacht, dass dieser Tag etwas besonderes werden würde. Doch der Entschluss war bald gefasst, dass heute das Mountainbike ausgeführt wird. Gegen zehn Uhr bin ich dann von Riva in Richtung alte Gardisana aufgebrochen. Diese wunderschöne in den Berg gesprengte alte Strasse ist nur mehr für Fussgänger und Radfahrer geöffnet. Sie verläuft an den steilen Flanken der Rochetta am Westufer des Gardasees. In den Felsen gehauen und gesprengt bietet Sie wunderschöne Blicke auf den tiefblauen See und Riva.

Aufgrund des verlängerten Wochenendes war de Andrang auf diesem Teil der Strecke besonders stark und so fuhr ich praktisch in durchgehender Kolonne bis zur Weggabelung Pregasina / Ledro.

Hier nimmt man den rechten Weg in Richtung des Ledrosees. Aus der Schotterstraße wird hier eine breitere, asphaltierte Strasse die bis zum malerischen Ledrosee führt. Am linken Seeufer geht es bis nach Pieve wo man wiederum links in Richtung Tiarno di Sotto abzweigt. Der ganze Weg ist gut ausgeschildert  man muss nur den Schildern „Tremalzo  Sidetour“ folgen.

Man fährt hier durch das grüne Ledrotal welches von saftigen Wiesen und hohen Berghängen umgeben ist.

In Tiarno di Sotto sollte man dann auf den Wegweiser Tremalzo achten und nicht wie ich die Bundestrasse entlang weiterfahren. Da hier leider keine Schilder mehr angebracht waren und es so toll bergab ging folgte ich dieser Strasse bis nach Storo 🙂 Dort merkte ich, dass ich wohl doch etwas zu weit gefahren bin. Es blieb mir nichts anderes übrig als mich die vielen Serpentinen nun in umgekehrter Richtung und etwas anstrengender wieder nach oben zu schrauben. Die ca. 400hm und etwa 10 km extra spürte ich dann auch schon in den Beinen und so machte ich erst mal eine Essenspause.

Gestärkt mit Paninini, Espresso und Müsliriegel ging es nun die richtige Abzweigung wählend die nicht enden wollende 13 km lange und 1.000 hm überwindende Passstrasse auf den Tremalz hinauf.

Mit über 2.200  hm in den Beinen sah ich nach einer Ewigkeit dann doch noch das Licht am Ende des Tunnels. Gemeint ist der höchste Punkt der Tour nämlich der Tremalz Grenztunnel auf etwa 1.864 m. Der Pass wurde im 1. Weltkrieg, wieso viele andere in dieser Region, als Versorgungsweg und zum Transport der Kanonen und anderer Kriegsutensilien angelegt. Das damalige Österreich-Ungarn lieferte sich mit Italien einen unerbittlichen Stellungskrieg in dem beide Seiten grosse Verluste hatten.

Heutzutage verdanken die Mountainbiker dem damaligen Versorgungsweg eine Möglichkeit in diesen wunderschönen aber sonst so schroffen Bergen tolle Rundfahrten zu machen.

Die Abfahrt gestaltet sich spektakulär auf dem schmalen Schotterweg mit immer wieder atemberaubenden Tiefblicken auf den Gardasee. Man folgt dem Weg mit ein paar kürzeren Gegenanstiegen bis zum Passo Guil auf 1.208m. Hier kann man sich entscheiden ob man links in Richtung Ledro See oder rechts dem Weg 422 folgend Richtung Passo Rochetta und Pregasina folgt.

Ich entschied mich für zweite Variante. Ab dem Passo Rochetta folgt man dem Weg in Richtung Pregasina. Der als Wanderweg markierte Steig ist ein toller aber anspruchsvoller Trail der nochmals volle Konzentration fordert wenn man über Steinstufen und Wurzeln durch den Wald brettert.

Der Weg kreuzt an einem Punkt einen Forstweg. Hier sollte man rechts kurz bergauf fahren in Richtung Punta Larici und dann dem Weg 422b folgen. (die einfachere Variante)

Wenn man wie ich links fährt steht man nach einer Weile sonst in einer Sackgasse, weil der Forstweg hier abrupt endet. Man kann dann entweder zurück treten oder weiter dem  Weg 422 nach Pregasina folgen…ein weiterer anspruchsvoller Trail mit ein paar Schiebe einlagen…

In Pregasina sollt man sich noch ein Bier gönnen und dann gehts wieder über die alte Gardisana zurück nach Riva. Etliche Höhenmeter und Trails reicher…lang wars aber schön!

 

Dauer: ca. 8 Stunden ohne Pausen

Ausgangspunkt: Riva del Garda

Höhenmeter: ca. 2.600 (mit Umweg nach Storo, sonst 400 weniger)

Kilometer: laut Kompass Karte 86 km

Schönheit: *****

Kondition: *****

Trails: *****

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