Grosse Mauer VII- Heiligkreuzkofel Westwand

Der Sas dla Crusc wie er auf ladinisch genannt wird ist eine Impossante Wand mit etwas schwierigem Zustieg über dem Ort Abtei im Gadertal.

Ein alpiner Klassiker par excellence von Reinhold Messner und Hans Frisch aus dem Jahr 1969. Mit einer der wohl bekanntesten und meist fotografierten Kletterstellen der Dolomiten. Der Hangelschuppe in der 6. SL.

Alpine Erfahrung und sicherer Umgang mit mobilen Sicherungsmittel sind notwendig.

Kurz vor dem Einstieg. Die Verschneidung und der Kamin sind gut zu erkennen. Bis hierher braucht man ca. 1,5 Stunden vom Hospiz aus. Vorausgesetzt man findet den richtigen Weg über die schuttigen Bänder. Auf die Steinmänner achten. Sieht man keine ist ma man ziemlich sicher falsch 😉
Passend zum Namen gibts auch eine Kirche bzw. Hospiz
Etwas rustikal die erste Seillänge
Blick vom 2. Standplatz
Kaminkehren ääh klettern in der 3. SL. Löst sich aber ganz gut auf. Ohne Rucksack am Rücken gehts besser.
Die 5. SL und die erste nach dem Band. Hier ändert sich der Charakter. Die Wand steilt auf. Auch die vierte Seillänge ist sehr schön an kompakten grauen Strukturen.
Das Band teilt die Tour in zwei Teile.
Am Stand der 5. SL
Steile Verschneidung in der 6. SL
Ausgesetzt gehts entlang der Schuppe nach rechts. Am Ende der Schuppe folgt noch eine spannende Sequenz an etwas wackeligen Untergriffen. Dann hat man es geschafft.
Die 7. SL ist recht kurz aber doch knackig. Leider gibts kein Foto der letzten Seillänge welche an einem grauen Riss in bestem Fels zum Ausstieg führt. Mit einigen Friends und Piaztechnik geht es höher.
Nach getaner Arbeit genießen wir den grandiosen Ausblick am Gipfelplateau.

Piz Ciavazes – Grosse Micheluzzi Führe – VI

Ein großer Klassiker am Sella der 1935 von Micheluzzi und Castiglione erstbegangen wurde. Die Route zeigt mit ihrem 90 Meter Quergang wie man die Klettermeter auch in die horizontale verlängern kann. Dadurch wird Sie wohl zur längsten Tour am Ciavazes.

Am Stand der 1. SL. Der Fels war stellenweise doch recht feucht nach dem Regen vom Vortag. Erstaunlicherweise waren wir die einzige Seilschaft an diesem Samstag. Dachte immer in diesen Megaklassikern gibts immer Stau. Lag wahrscheinlich an dem prognostizierten Gewittern die Gottseidank nicht kamen.

Die 2. SL war auch ganz schön nass. Hier gehts dann links in die Verschneidung. aber José vermied das Acquaplaning und stieg souverän zum Stand.

In der dritten SL sollte man nicht die Verschneidung in der Mittw wählen sondern nach links in die etwas botanisch aussehende Verschneidung wechseln.

In der ersten Quergangslänge
Die zweite Länge des Quergangs.
Die 3. und 4. Länge des Quergans lassen sich gut zusammenhängen. Die Crux wartet am Ende beim Abklettern. In der 2. SL des Quergangs nicht zu hoch klettern sondern eher etwas abwärts und dann waagerecht. Einige Haken und eine Schlinge verleiten eher nach oben zu klettern.
Am Ende des Quergangs gehts ums Eck und dann gerade hinauf in eine Verschneidung. Nicht rechts zu einigen Sanduhren klettern.
Am Ende folgen noch einmal zwei 45 Meter Längen. Die erste durch zwei Verschneidungen und die zweite durch eine steile Platte. Hier steckt wenig Material aber es lässt sich gut absichern.