BIENVENIDO EN MEXICO

Nicht einmal 24 Stunden dauert es und schon sitzt man am anderen Ende der Welt. Besser gesagt in Mexiko. Wir sind gestern um ca. 19.10 örtlicher Zeit in Cancun gelandet. Leider mussten wir feststellen, dass meine North Face Reisetasche mit der Kletterausrüstung nicht angekommen ist.

Nachdem wir mit dem Taxifahrer ziemlich lange unsere Unterkunft gesucht haben waren wir um ca. 21.00 endlich hier. Wir sind noch kurz was essen gegangen und wollten eigentlich noch ein Bier trinken. Aber in dem Café wo wir waren gab es kein Bier und im Supermarkt dürfen sie nur bis 22.50 Bier verkaufen. Um 22.57 bin ich an der Kasse gestanden 🙂
Dann hat es auch noch ziemlich geregnet und gestürmt und die ganze Nacht die lattrige Tür angeschlagen.

2. Tag
Ziemlich bescheidenes Wetter. Sind ein bisschen im Zentrum herumgetümpelt und haben uns den Mercado 28 angeschaut. Viel Touristen Mitbringsel und ein paar Bars. Bernadett lies sich ein Ständchen von ein paar Mariachis spielen. Kostete 100 pesos 😉 Cancun ist relativ Autofreundlich jedoch weniger Fussgängerfreundlich. Es gibt ganz nach amerikanischen Vorbild riesige Supermärkte und Ketten. Wenn die Mexikaner ein bisschen heller wären könnte man denken man ist in den USA.
Am Nachmittag, fuhr uns Mara unsere Vermieterin in die „Zona Hotelera“, das Hotelviertel von Cancun, wo Hotels mit Ausmaßen von Kreuzfahrtschiffen stehen. Dort ist man dann wirklich in den USA, weil die meisten Urlauber von dort sind. Auf Empfehlung von Mara sind wir in ein Fischrestaurant gegangen das direkt am Strand lag. Für mexikanische Verhältnisse extrem teuer, der Hauptgang waren verschiedene gegrillte Fische und Garnelen. Umgerechnet kostete das für 2 Personen ca 60€. Just too much for the fishhh..

3. + 4. Tag:
Wir sind weitergefahren nach Valladolid. Dies ist eine nette mexikanische Kleinstadt mit Kolonialem Flair. Die Strassen sind am Reisbrett gezogen und verlaufen von Nord nach Süd oder von Ost nach West. In der Mitte der Stadt befindet sich ein kleiner Park an dessen Ende die weisse koloniale Kirche steht. Valladolid ist ziemlich touristisch da es in der Nähe von Chichen itza liegt, das in einer Stunde mit dem Bus erreichbar ist.
Chitzen Itza, die bekannteste Maya Ausgrabungstätte ist auch sowas wie das Disneyland jedes Yucatan Reisenden. Weiss, kalkfarbene Mayapyramiden und der grosse „Ballspielplatz“ sind einige der Highlights. Fast so viele Steine wie in den Pyramiden gibt es Souvenirverkäufer am Rand des Weges die vom Mayakalender bis zum Holzgeschnitzten Jaguar alles anbieten was man so braucht oder eben auch nicht.
Trotz des ganzen Rummels lässt sich hie und da auch noch das mystische dieser vergangenen Hochkultur erahnen. Vieles wissen selbst die Forscher nicht und so ist bis heute nicht jedes Geheimnis der Maya gelüftet. Von Menschenopfern, Sonnenkult und dem Mayakalender welcher auch 365 Tage zählt aber andere Monate hat als unserer, wissen wir hingegen heute noch.
Am schönsten wäre es sicher diese Stätte einmal alleine für sich zu haben doch das bleibt wohl ein Traum.

5. Tag:
In Valladolid war gestern Carneval und so sind an allen vier Ecken des Hauptplatzes kleine Bühnen aufgebaut worden und es gab einen Umzug durch die Stadt. Die Tänzer hatten Neonfarbene Kostüme an und die ganze Stadt war auf den Beinen.

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Ein Plädoyer für den Winter (Axamer Kögele 2.097m)

Heute vor einer Woche hatte es noch minus 17 Grad am Parkplatz Arzkasten. Heute ist der Temperaturanzeiger auf 10 Grad plus geklettert (zumindest in der Sonne). Zumindest diese Woche sieht es auch nicht mehr nach einer Abkühlung aus, sondern das Tauwetter soll anhalten. Schitourenmäßig wird sich da nicht mehr allzu viel abspielen.

Heute bin ich um 12.30 Richtung Axamer Kögele gestartet, da der Himmel aufklarte und es sonnig wurde. Lange Unterhosen kann man bei den Temperaturen getrost daheim lassen.

Die Aussicht vom Kögele traumhaft, auch wenn’s am Gipfel gleich aper wie im Frühling ist.

Frühling im Winter ist nicht mein Fall. Irgendwas fühlt sich da auch nicht ganz richtig an wenn man durch den Schnee stapft und er unter dem Fuß schmilzt. Der Körper muss auch schon wieder umdenken.

Der Organismus der zur Ruhe gekommen war wird wieder aufgeschreckt.

Die Kälte und der Schnee die einem eine Abgeschiedenheit von der Welt vermitteln wenn man draußen unterwegs ist, aber zugleich auch diese wohlige Wärme und Geborgenheit wenn man drinnen auf der Couch liegt fehlt. Kein frieren beim Handschuh ausziehen und abfellen. Kein Zittern wenn man beim Auto noch schnell die Schi abbürstet. Keine Notwendigkeit daheim sofort in die heiße Dusche zu springen.

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