Ein Schwank vom Wank 2.209m und Grünberg 1.497m

Übers Wochende ergiebiger Schneefall und heute kasierlichers Hochdruckwetter. Das kann nur ein perferkter Schitourentag werden.

Der einzige Wehrmutstropfen war die hohe Lawinerwarnstufe, gestern sogar bis 4, heute im ganzen Land „a dreier“.

Die Auswahl war somit schon einmal etwas eingeschränkt. So bot sich ein Ausflug zum Wank an, den ich erstens gut kenne und der zweitens, bis auf den Gipfelhang nicht lawinengefährdet ist.

So ging es um ca. 8.40 vom Arzkasten weg. Ein Kaltstart par excellence, das Thermometer meines Autos zeigte -17° Celsius an 🙂 Wohl dem der die Schi schon zuhause aufgefllt- und dicke Handschuhe mitgebracht hat. Bis zur sogenannten „Lacke“ gab es auch nicht wirklich viel Sonne und so brachte ich diesen Abschnitt zügig hinter mich.

Ab der „Lacke“ lachte dann aber die Sonne schon vom Himmel und der Schnee strahlte erfreut zurück. Gut für die Temperatur, schlecht für die Augen weil ich meine Sonnebrille vergessen hatte.

Soviel ich noch ohne Sonnenbrille erkennen konnte waa der Ausblick bei der „Lacke“ auf das Inntal, ins Oberland und ins Karwendel atemberaubend. Eine weisse Decke erstreckte sich in alle Himmelsrichtungen. Die Bergsptizen von einer dicken Zuckerglassur bedeckt und Pulver unter den Füssen. Ein Wintertag wie er sein soll.

Ich war heute der geschätzt fünfte am Gipfel und nach mir kamen auch noch eine ganze Menge Leute. Weils oben auch recht kalt war machte ich mich sodann an die Abfahrt.

Schöner Pulver, teilweise etwas schwer, aber das beste das ich diesen Winter bis jetz unter meinen Bretteln hatte. Und das Wetter sowieso.

Weils gar so schön war, stattete ich dem alten Grünberg noch einen Besuch ab und schwelgte ein bisschen in der Erinnerung wie ich hier Schifahren lernte. Damals gab es noch einen Einser Sesselfit zum Gipfel. Heute erledigte ich den Aufsteig mit Ski, da musste ich auch weniger frieren als, als Kind mit dem langsamen Sesselift.

 

Vom Winde verweht – Flatschspitze 2.566m

Erstens: ist Sie ziemlich lawinensicher (vor allem wenn man gleich abfährt wie aufsteigt)

Zweitens: gibt es eine schöne Hütte mit super Essen und einem Weltklasse Apfelstrudel

Drittens: Wenn es frisch geschneit hat ist die Abfahrt ein Traum

Viertens: meistens ist Sie nicht sehr überlaufen.

Da ich am Dienstag ja schon den Gedanken hegte diese Tour zu machen, ging ich Sie heute an. Auch wenn im unteren Bereich nicht sehr viel Schnee liegt kann man Problemlos vom Parkplatz mit den Schi starten.

Im Wald wächst durch die weiße Schneeschicht das ein oder andere Schilfbüschel und man fragt sich ob man hier schon richtig ist oder man gleich zu einem See kommt. Ein wenig weiter oben war die Schneedecke jedoch schon verdichteter und der winterliche Eindrucke überwog.

So, und jetzt komm ich zum, meiner Ansicht nach, einzigen Nachteil dieser Tour. Wenn es föhnig ist bläst dich der Wind zurück nach Innsbruck. So ging es auch mir heute. Nach der Enzianhütte ist man den Orkan- artigen Böen schutzlos ausgesetzt und bald fühlt sich das Gesicht wie Sandgestrahlt an. Rote Backen und Rotzfähnchen die aus der Nase triefen sind der Preis für die heutige Einsamkeit auf dieser Tour.

Ich schleppe mich noch mit letzer Überwindung bis kurz unter den Gipfel uns suche Zuflucht bei einem Stein der etwas Windschutz bietet. Schnell mit dem klammen Fingern das Fell heruntergerissen und ab geht’s Richtung Tal.

Wegen der gefühlten minus 20 Grad, fühle ich in meinen Fingern auch nix mehr und deswegen wird auch der tolle Apfelstrudel aufs nächste Mal verschoben.

Bis zum nächsten Mal!