Mexico V:

Rio Lagartos
Wir sitzen gerade im Flugzeug nach Monterrey. Gestern haben wir unser Mietauto in Merida zurückgegeben. Gottseidank gab es keine weiteren Zwischenfälle und so haben wir aus der alten Blechbüchse so an die 2.000 km rausgequetscht. Das Benzin ist im Vergleich zu Österreich recht billig. Der Liter kostet 70 Cent.

In Rio Lagartos wurden wir gleich von mehreren Leuten bei der Ankunft bestürmt die Flamingo Tour mit Ihnen zu machen. De facto hat dort fast jeder ein Boot. Es lohnt sich auf jeden Fall ein bisschen herumzufragen. Wenn man sich zusammentut wird es noch günstiger.

Wir waren nach der langen Fahrt von Tulum recht müde und einigten uns mit unserem Kapitän am nächsten Tag um sieben Uhr zu starten. Bekanntlich sieht man am frühen Morgen am meisten Tiere.

Die Tour dauert 2 Stunden und führt zuerst zu der Flamingokolonie und dann in die Mangroven. Wer will kann auch noch im Salzwasser der Salinen „floaten“ ähnlich wie im schwarzen Meer und schwerelos im Wasser treiben.

Die Tier und vor allem Vogelwelt ist sehr eindrücklich. Pelikane, Flamingos, Adler und Waschbären sind nur einige davon.
Die 2 Stunden vergingen schnell und man könnte ruhig noch eine oder zwei dranhängen.

Rio Lagartos ist ein sehr angenehmer Ort. Man kann sich frei bewegen und alles ist sehr ruhig. Perfekt zum entspannen.
Natürlich gibt es auch exzellenten Fisch. Mein Highlight war der frittierte Fisch. Delicioso!

 

Mexico Teil IV

Calakmul, Mahahual, Tulum

Heute habe ich wieder mal Zeit meinen Blog zu aktualisieren.
Wir sind Gerade in Rio Lagartos, einem kleinen Fischerdorf an der Nordseite Yucatans. Alex hat uns diesen Tipp gegeben. Bekannt ist Rio Lagartos vor allem für seine Flamingos und Mangroven.

Nach Calakmul haben wir einen kleinen Abstecher nach MAHAHUAL gemacht. Der Ort liegt am Ende einer Landzunge, ziemlich exponiert am Karibischen Meer. Es legen dort auch oft Kreuzfahrtschiffe an, weswegen sich wohl einige Einheimische angesiedelt haben. Wir hatten eine nette Holz Cabana im Blue Kay. Einer kleinen Anlage am Anfang des Ortes. Die Cabana bestand eigentlich nur aus einem Bett, für viel mehr reichte der Platz nicht. Sie war jedoch sehr sauber und es gab gute Gemeinschaftsduschen und WC’s.
Ausserdem musste man nur ca. 15m zum eigenen Strand gehen, wo Holzliegen und Hängematten warteten.
Insgesamt sehr nett. Das Wetter hatte von allem etwas zu bieten. Sonnenschein, Regen und Wind.

Am nächsten Tag fuhren wir nach TULUM. Wohl einer der bekanntesten und best ausgebauten Touristenorte von Mexiko. Einschliesslich aller Vor- und Nachteile eines solchen. Von Pizza über Croissant und Cappuccino, bekommt man alles was der europäische oder auch nordamerikanische (gemeint ist USA) Gaumen so braucht. Natürlich auch Luxushotels und Anlagen am Strand von denen man den hohen Preis oft nicht versteht.
Der Strand von Tulum ist an einigen Stellen wirklich noch sehr schön und so wie man sich die Karibik vorstellt: feiner weisser Sand, Palmen und türkis blaues Meer und man versteht wieso es nach wie vor so viele Leute hierher zieht.
Auch wir haben es sehr genossen auch wenn nicht zu übersehen ist, dass immer mehr gebaut wird und der Pauschaltourismus zwar dazu führt, dass die Hotelburgen immer grösser werden das Geld für diese Investitionen aber meist aus ausländischer Hand stammt. So wächst zwar der Ort und vielleicht die Infrastruktur aber der Wohlstand der meisten Einheimischen mehr sich nicht.

Als Individual Reisender trägt man zur lokalen Wertschöpfung viel mehr bei weil man ohne Zwischenhändler auskommt. Kein Reisebüro, das 50% des Gewinnes in Europa oder sonstwo einbehält. Was uns noch zum Nachdenken gebracht hat sind die für uns relativ hohen Preise. Angesichts der Armut der meisten Menschen hier erscheinen Sie paradox. Uns ist auch bewusst, dass wir oft „Gringo“ Preise zahlen, aber trotzdem.

In Tulum sind wir schliesslich doch drei Nächte geblieben, vor allem weil es am Anfang nur geregnet hat. Am dritten Tag konnten wir dann endlich die Karibiksonne genießen. Heute sind wir dann weiter nach Rio Lagartos gefahren wo wir morgen die Flamingo Tour machen.