Piz Ciavazes – Grosse Micheluzzi Führe – VI

Ein großer Klassiker am Sella der 1935 von Micheluzzi und Castiglione erstbegangen wurde. Die Route zeigt mit ihrem 90 Meter Quergang wie man die Klettermeter auch in die horizontale verlängern kann. Dadurch wird Sie wohl zur längsten Tour am Ciavazes.

Am Stand der 1. SL. Der Fels war stellenweise doch recht feucht nach dem Regen vom Vortag. Erstaunlicherweise waren wir die einzige Seilschaft an diesem Samstag. Dachte immer in diesen Megaklassikern gibts immer Stau. Lag wahrscheinlich an dem prognostizierten Gewittern die Gottseidank nicht kamen.

Die 2. SL war auch ganz schön nass. Hier gehts dann links in die Verschneidung. aber José vermied das Acquaplaning und stieg souverän zum Stand.

In der dritten SL sollte man nicht die Verschneidung in der Mittw wählen sondern nach links in die etwas botanisch aussehende Verschneidung wechseln.

In der ersten Quergangslänge
Die zweite Länge des Quergangs.
Die 3. und 4. Länge des Quergans lassen sich gut zusammenhängen. Die Crux wartet am Ende beim Abklettern. In der 2. SL des Quergangs nicht zu hoch klettern sondern eher etwas abwärts und dann waagerecht. Einige Haken und eine Schlinge verleiten eher nach oben zu klettern.
Am Ende des Quergangs gehts ums Eck und dann gerade hinauf in eine Verschneidung. Nicht rechts zu einigen Sanduhren klettern.
Am Ende folgen noch einmal zwei 45 Meter Längen. Die erste durch zwei Verschneidungen und die zweite durch eine steile Platte. Hier steckt wenig Material aber es lässt sich gut absichern.

Dolomiten – Tofana und Passo Giau

Zwei schöne Tage in den Dolomiten mit Wolfi. Endlich hat es geklappt. Dieses Jahr ist wirklich verhext mit Corona und den ganzen Umständen…

  1. Tag Route Re Artú am Lastoni di Formin. Eigentlich Piz de Mondeval Südseite. 10 SL. 300 Meter, 6b. INFO: https://www.planetmountain.com/english/rock/dolomites/itineraries/scheda.php?lang=eng&id_itinerario=1135&id_tipologia=38

Charakter: Schöne Plaisirkletterei mit einigen interessanten Seillängen. Gut abgesichert.

Wolfi in der ersten schon recht steilen Länge
super griffig und steil
Traumriss in der 5. SL. Hätte man auch clean lassen können
spreizzzzzen
7. SL, geht über eine Schuppe die etwas brüchig aussieht aber eigentlich Bombe ist
9. SL,
Gipfelplateau, von hier kurz Richtung Süden und durch eine Rinne 3x25m abseilen. Achtung auf Steinschlag.

2. Tag: Tofana di Rozes, Alvéra Kante, 450 Meter, V+

Charakter: schöne alpine Route, Stände nach den unteren drei Längen mit Bohrhaken ausgestattet. Dazwischen gut mit Friends sicherbar, auch einige Schlaghaken vorhanden. Der Fels ist eigentlich durchgehend fest und gut. Die Linienfindung auch relativ einfach, obwohl man nicht immer an der Kante klettert. Die Ver Stellen sind teilweise recht knackig und steil.

Grande Tofana, herrlich im Morgenlicht
die Kante, am Anfang klettert man aber eigentlich in der grauen Verschneidung links der Kante
der ungefähre Routenverlauf. Hier erkennt man gut die Verschneidung
zweite Länge, schöne Verschneidungskletterei
irgendwo in der 5. oder 6. SL