Montenegro-Prokletije Massiv-Karanfil Mountains

Vom wunderschönen Grebaje Tal, welches sich im äussersten Südöstlichen Zipfel Montenegros, an der Grenze zu Albanien erstreckt hat man einen wunderbaren Ausgangspunkt für diverse Touren ins Prokletije Massiv.
1. Tour  

Grebaje Tal. Aussichtstour zum Valušnica (1.879m), Popadija-Talijanka (2.057m)

Eine schöne Rundtour mit grossartigen Ausblicken zum Prokletije Gebirge. Beim Nationalpark Zollhäuschen links hinauf zur Serbischen Alpenvereinshütte und auf gut ausgeschildertem Weg durch schattigen Laubwald zu einer saftigen Wiese.

Hier kann man entweder zuerst links Richtung Valušnica gehen, oder man zweigt rechts Richtung Popadija ab und kommt dann über die Bergrücken zum Valušnica.

Man geht hier auf der albanisch – montenegrinischen Grenze und hat Tiefblicke in verschiedene Täler.

Gehzeit: ca. 6 Stunden, etwa 1.100 Höhenmeter







2. Tour

Grebaje Valley
– Sjeverni Vrh – Juzni Vrh höchster Gipfel 2.490m 

Die Tour führt im Grebaje Tal auf der linken Seite kurz vor Talschluss steil auf die Karanfil Gipfel.

Man geht nach den letzten Häusern immer weiter Richtung Talschluss bis links ein Weg abzweigt.

Am Hauptweg befindet sich auch ein grosser Fels auf dessen Rückseite Karanfil steht mit Pfeil nach rechts.

Sieht man aber wie gesagt nur wenn man von der anderen Richtung kommt.

Die ersten paar hundert Höhenmeter geht es auf gut markierten Steig in steilen Serpentinen höher bis man ein Geröllkar erreicht.

Dort an der linken Seite des Kars weiter bis zu dessen Ende und auf dem Gras bewachsenen Steilstück hinauf bis zu einer kleinen Scharte. Jetzt ist man auf der Rückseite des Berges und blickt Richtung Albanien.

Man sieht von hier auch den höchsten Berg des Prokletije Massivs, den 2.694m hohen Maja e Jezerce der auf albanischer Seite steht.

Eine kurze Seilversicherte Stelle folgt, bevor es links weiter über steiles, felsdurchsetztes Gras Richtung Gipfel geht.

Fallen sollte man hier nicht, links geht es ca. 2.000m steil ins Tal hinunter. Auch bei Regen ist dieser Teil durch das Gras rutschige Gras heikel..

Markierungen sind vorhanden ein Gespür für Wegfindung hilft jedoch ungemein.

Der erste Gipfel den man erreicht ist der 2.460m hohe Sjeverni Vrh.

Die Mühen werden mit einer wunderbaren Panoramaaussicht belohnt. Montenegro und Albanien reichen sich die Hände und die Grenze ist nur mehr ein gedachter Strich.

Folgt man dem ausgestzten Grat weiter erreicht man noch den um 30 m höheren Veliki Vrh und schließlich den wieder niedrigeren Juzni Vrh.

Trittsicherheit und ein Auge für lose Steine sind für den Grat die Vorraussetzung.

Eine anspruchsvolle, einsame Tour die durch die archaische und wilde Berglandschaft auf einige der höchsten Prokletije Gipfel führt.

Gehzeit:

8 – 10 Stunden, etwa 1.800 Höhenmeter, zum Ende hin ausgesetzt, Trittsicherheit erforderlich








Montenegro: Nationalpark Durmitor

Bergtour auf den Bobotov Kuk 2.523m

Heute halb im Nebel und halb in der Sonne auf den Bobotov Kuk gewandert. Die höchste Erhebung des Durmitor Nationalparks. Manchmal auch als höchster Gipfel Montenegros angeführt, was aber anscheinend nicht stimmt weil es noch einen bisschen höheren gibt, der liegt aber zur Hälfte in Albanien und deswegen wollen die Montenegriner lieber den Bobo als höchsten anerkennen weil der zur Gänze Ihnen gehört.

Uns ist das ziemlich wurscht weil die paar Meter interessieren eh niemanden.

Los gehts für uns aus Zabljak, das ist die Nordroute. Es gibt auch noch zwei Wege von Süden wo man schon auf 1.900m startet und sich 500hm und ein paar Kilometer spart.Wir wollten den Klassiker weil zu einfach soll man sichs auch nicht machen.Nachdem wir gestern ordentlich durchgewassert wurden hoffen wir heute auf besseres Wetter.

Als um 5.00 der Wecker klingelt erblicken meine müden Augen leider nur graue Trübnis und der nächste Regenguss scheint zum Greifen nahe.Nach kurzem hin und her schleppen wir uns dann doch aus den Federn und anschließend in den Nationalpark.

Als wir um Punkt 6.00 aus dem Auto steigen hängen die Nebelschwaden noch tief im grünen Wald und noch nicht einmal das Mauthäuschen das 2€ pro Person kassiert ist offen. So sparen wir uns zumindest den Eintritt.

Wie mechanisch setzen wir einen Schritt vor den anderen, wir sind zu müde zum reden. Nur die Vögel hört man hie und da durch den Nebel, wenn Sie den neuen Tag begrüssen.So in etwa geht es die ersten drei Stunden dahin, wir treffen lediglich ein Pärchen das das selbe Ziel hat.

Wolken ziehen über uns vorbei doch die Sonne lässt sich nicht blicken. Wir hoffen nur, dass es nicht wie gestern aus vollen Kübeln zu schütten anfängt. Der Weg zurück wäre jetzt schon ziemlich lang.

Gegen 10.30 erreiche ich den Gipfel, zuvor hat es ordentlich gestürmt und Bernadett wartet auf der kleinen Einsattelung etwa 150hm unterhalb. Oben sieht man auch nicht mehr als zuvor und so knipse ich schnell ein Erinnerungsfoto und mache mich an den Abstieg.

Wieder am Sattel angekommen überrede ich Bernadett doch noch zum Gipfel zu kommen, oben war es schliesslich wärmer als hier.

Kurz nachdem Bernadett zum ersten Mal und ich zum zweiten Mal den Gipfel erreichen kommt eine etwa 15 köpfige kroatische Wandergruppe auch herauf. Lauthals wird der Gipfelsieg gefeiert und ich soll sogleich ein paar Fotos von der Gruppe schiessen die sogar noch die kroatische Fahne auspacken.

Just in dem Moment als ich denke schlimmer kanns nicht werden strahlt die Sonne durch die Wolken und wärmt unsere müden Glieder.

Endlich sehen wir durch die zerfetzen Wolken hindurch was und bis dahin verborgen blieb: schroffe Felsen, grüne Hänge, mit Gras bewachsen das fast zu fluoreszieren scheint und Gämsen die über die Grate huschen.

Immer mehr erkennen wir weil der Wolkenschleier sich lichtet und so ist auch der Abstieg intressant weil wir immer wieder neues entdecken.

Daten der Tour, Zabljak Route:

ca. 1.400 hm im Aufstieg

Etwa 20 Kilometer gehen

Gesamt: 8-10 Stunden

Die Höhenmeter sind eigentlich nicht so viel doch der Weg zieht sich ziemlich, es geht immer wieder auf und ab und das Gros der Höhenmeter erledigt man im letzen Drittel wo es über Schotterinnen und verblocktes Gelände Richtung Gipfel geht.

Aufstieg Südseite:

Vom Sedlo Pass auf 1.900m. Etwa 2,5-3h, damit deutlich kürzer.

Schön soll auch die Überschreitung von Süd nach Nord oder vice Versa sein.

so verlassen blieb der Gipfel nicht lange
beim Abstieg lichtet sich der Wolkenschleier
Bobotov Kuk der höchste auf der rechten Seite
jetzt wirds fast kitschig