Klettersteig Monte Grappa 1.775. m (Carlo Guzella)

Ein Klettersteig der nicht nur sportlich- sondern auch geschichtlich interessant ist. Am Gipfel des Monte Grappa erinnert ein monumentales Bauwerk an die tausenden Toten die im I. Weltkrieg bei den Grenzkämpfen zwischen Italien und Österreich-Ungarn gefallen sind.

Am Gipfel dieses südlichsten Dolomitenausläufers eröffnet sich ein 360° Grad Panorama das seinesgleichen sucht.

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im 2. Teil des Steiges, im Hintergrund die Venezianische Tiefebene
INFO Klettersteig:
Anlage: in sehr gutem Zustand, neues Stahlseil (Stand April 2017)
Schwierigkeit: C/D
Gesamtgehzeit: ca. 6-7 Stunden, vom Parkplatz hin- und zurück
Höhenmeter gesamt: ca. 1.500hm
Ausgangspunkt: Parkplatz im Valle San Liberale
Anfahrt: Bei Crespano del Grappa, zweigt die ausgeschilderte Strasse ins Valle San Liberale folgend ab. Dieser bis zum Ende im Tal folgen (großer Parkplatz)
TOPO von bergsteigen.com: TOPO FERRATA CARLO GUZELLA

 

Beschreibung Klettersteig:

Vom Parklplatz im Valle San Liberale steigt man durch lichten Laubwald steil hinauf in Richtung der felsigen Abrüche des Monte Grappa. Der Weg ist immer gut ausgeschildert. Nach ca. 1 Stunde Zustieg fängt der Klettersteig an. Es geht über grasdurwachsene Felsrücken recht gemütlich immer höher wobei das Stahlseil manchmal Hilfe bietet. nach Süden hin bieten sich Tiefblicke ins Tal und bei klarer Sicht lässt sich auch schon das Meer erkennen.

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Hier gehts los

In der Mitte des Berges teilt eine in den Berg geprengte, schmale Strasse, die sich durch enge Tunnel auf den Gipfel windet den Klettersteig. An dieser Stelle befindet sich auch die Schlüsselstelle des Steiges die man recht luftig überwindet. Danach wird es kurz wieder einfacher bis nochmals ein steiler Felsaufschwung einiges an Kraft abverlangt.

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Tunnel
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hier wird der Tunnel überwunden
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nochmals steil

Danach geht es am Grat entlang bis zum Ausstieg von welchem man in einer halben Stunde den Gipfel mit dem Monument erreicht. Von hier bieten sich grandiose Ausblicke. Nach Süden hin in die venezianische Tiefebene und dem Meer und nach Norden zu den schroffen und teils schneebedekcten Dolomitengipfeln.

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Blickrichtung Norden mit der Marmolada im Hintergrund
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das Denkmal

 

Geschichte:

Hier oben boten sich die Italienische – und die Österreichisch-Ungarische Armee erbitterte Schlachten. Auch heute sieht man noch viele kleine Tunnels die, zum Schutz vor Angriffen der Gegenseite in den Berg gehauen wurden. Man kann nur erahnen was es geheissen habe muss wochen bzw. monatelang, auch im Winter hier in den Bergen auszuharren, mit täglichen, oft stündlichen Beschuss.

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Insgesamt gab es drei Piaveschlachten. Die 1. Piaveschlacht im November 1917, die 2. Piaveschlacht im Juni 1918 und die dritte Piaveschlacht im Herbst 1918. Allein bei der 3. Schlacht fielen auf italienischer Seite 40.000 Mann.

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Klettern in Ceredo

Nicht weit entfernt von Arco und doch ganz anders – sanfte Bergkuppen und saftige Wiesen umgeben das Bergdörfchen Ceredo. Eine Pizzeria, ein paar Häuser und ein super Klettergebiet.

Was braucht man mehr für ein Wochenende? Ich meine nicht viel, villeicht etwas Ausdauer in den Armen für die langen Routen 🙂

Der massive Felsriegel erinnert in Form und Art des Gesteins an Massone, nur dass die Routen nicht ganz so abgespeckt sind wie dort.

Die Linien sind alle saniert wenngleich auch manchmal mit etwas weiteren Abständen. Ein 80 m Seil schadet jedenfalls nicht.

Neben der Hauptwand gibt es noch den Sektor Ceredo Alto und Falcone. Falcone ist etwas neuer und der Fels dort kompakter und geschlossener. Man erreicht diesen Sektor direkt vom Ort aus, dazu geht man von der Pizzeria auf der Strasse ca. 200 m hinauf und dann geht es rechts zwischen Häusern einen markierten Weg hinunter.

eine Routenauswahl Ceredo Hauptteil (alle sehr empfehlenswert):

  • Blanca Canyon 6a+/b
  • no Fly Zone 7a
  • Ceredosaurus Test 6c+
  • Polska 6b
  • Pioggia di Luce 6b
  • the Scream 6c+

Bewertung:  wir empfanden die Bewertung im Hauptsektor generell als eher „knackig“. Geschenkt wird einem jedenfalls nichts 🙂

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Falcone, Route Crack Test
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Falcone
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Die Route Sammino 7a+..
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..hat ein steiles Dach..
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und tolle Strukturen im oberen Teil
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Super Sinter gibts im Hauptsektor, Route „No fly Zone“ 7a
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Zimmer mit Aussicht
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Cerdeo Hauptsektor
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Cerdeo Hauptsektor
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je weiter rechts desto überhängender, Cerdeo Hauptsektor
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im „Ceredosaurustest“, 6c+ gehts ziemlich pumpig zur Sache
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Cerdeo Hauptsektor