Dolomiten – Tofana und Passo Giau

Zwei schöne Tage in den Dolomiten mit Wolfi. Endlich hat es geklappt. Dieses Jahr ist wirklich verhext mit Corona und den ganzen Umständen…

  1. Tag Route Re Artú am Lastoni di Formin. Eigentlich Piz de Mondeval Südseite. 10 SL. 300 Meter, 6b. INFO: https://www.planetmountain.com/english/rock/dolomites/itineraries/scheda.php?lang=eng&id_itinerario=1135&id_tipologia=38

Charakter: Schöne Plaisirkletterei mit einigen interessanten Seillängen. Gut abgesichert.

Wolfi in der ersten schon recht steilen Länge
super griffig und steil
Traumriss in der 5. SL. Hätte man auch clean lassen können
spreizzzzzen
7. SL, geht über eine Schuppe die etwas brüchig aussieht aber eigentlich Bombe ist
9. SL,
Gipfelplateau, von hier kurz Richtung Süden und durch eine Rinne 3x25m abseilen. Achtung auf Steinschlag.

2. Tag: Tofana di Rozes, Alvéra Kante, 450 Meter, V+

Charakter: schöne alpine Route, Stände nach den unteren drei Längen mit Bohrhaken ausgestattet. Dazwischen gut mit Friends sicherbar, auch einige Schlaghaken vorhanden. Der Fels ist eigentlich durchgehend fest und gut. Die Linienfindung auch relativ einfach, obwohl man nicht immer an der Kante klettert. Die Ver Stellen sind teilweise recht knackig und steil.

Grande Tofana, herrlich im Morgenlicht
die Kante, am Anfang klettert man aber eigentlich in der grauen Verschneidung links der Kante
der ungefähre Routenverlauf. Hier erkennt man gut die Verschneidung
zweite Länge, schöne Verschneidungskletterei
irgendwo in der 5. oder 6. SL

Kletterwochenende Wilder Kaiser

José und ich nützten vergangene Woche die Zeit und fuhren am Freitag zum Schleierwasserfall. Dieses Gebiet ist eines der bekanntesten und besten in ganz Tirol. Linien wie Weise Rose 9a, OpenAir 9a+ oder Wassermusik die alle von Alexander Huber erstbegangen wurden gehören immer noch zu den schwersten Routen im Lande.

Aber auch für nicht 9a Kletterer wie unsereins lohnt es sich die ca. 40 Minuten vom Parkplatz Hüttling Richtung Schleierwasserfall zu wandern. Der Weg ist schön und spätestens wenn man unmittelbar vor dem herabstürzenden Wasser das gewaltige Amphitheater dieser Kalkwand sieht wird man verstehen was den Charme dieses Gebiets ausmacht auch wenn man noch nicht einmal einen Finger an den Fels gelegt hat.

Da wir beide noch nie hier geklettert bin habe ich im Vorfeld kurz im Internet recherchiert und bin über diese Tiroler Great Line gestoßen:

Number One Direkt Video

Eine Maßnahme des Tirol Marketings 🙂 welche die bekanntesten und schönsten Linien im Land auswählt und ihnen ein Gesicht gibt.

Wie der Name verrät war dies auch die erste Linie am Schleier und so auch eine gute Wahl für unseren ersten Aufenthalt hier. Was soll man sagen zu dieser Route? Perfekter grauer Kalk welcher mit Löchern und großen Dellen gespickt ist und einer 30 Meter langen leicht überhängenden Linie folgt. Die Kletterhände werden schon beim hinschauen feucht 🙂

Im 3. Versuch klappt dann auch der Durchstieg nach dem die Sonne etwas aus der Wand ist und die Hände wieder trocken 🙂

Nach dieser Route gehen wir weiter in den Sektor Skywalk und gönnen uns noch die gleichnamige Route die auf 30 ebenfalls steilen Metern Löchern, Leisten und perfekte Züge bietet. Für den Rotpunkt reicht die Kraft nicht mehr aber wir sind infiziert vom Virus Schleier und so werden wir sicher wieder kommen.

 

Am nächsten Tag gings dann zur Waidringer Steinplatte wo wir den Klassiker Iron Mouse wiederholten.

Mehr Info hier: https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/ironmouse-steinplatte/

Die letzte SL geht eigentlich an der Kante entlang, am Topo ist das aber nicht klar ersichtlich und so sind wir über die Nachbarroute 7+ ausgestiegen.

 

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Blick auf den Kaiser

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José in der 4er Länge

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andere Seillschaft in der richtigen Ausstiegslänge

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wir sind hier geklettert

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obern wirds steil

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das Dach umgingen wir dann aber dich rechts

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schöne Ausblicke

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Klettererin

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die mächtige Wand

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