Nach einem kurzen Zwischenstopp am Ritten über Bozen, wo wir noch den schönen Porphyr und die Aussicht im Klettergarten Unterinn/ Matz genossen ging es weiter in Richtung Arco.
Das Wetter wurde immer trüber und bald versank das Sarcatal in einem weltuntergangs ähnlichem schwarzen Nass. Bei einer Pizza und einem kühlen Bier schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag. Dieser war sehr sonnig gemeldet.
Die Möglichkeiten im Sarcatal Mehrseillängen zu klettern sind im Herbst fast unbegrenzt. Zu dieser Jahreszeit ist es meistens perfekt für die südöstlich ausgerichteten Wände in denen es im Sommer viel zu warm wird.
Unser Wahl fiel auf die Route „Sintesi“. Erstbegangen von Ivo Rabanser und Mauro Bernardi wird sie im Kletterführer als Tour für Alpinisten beworben. Alpinismus im Kontext des sehr lieblichen Arco Umfelds ist nicht dasselbe wie eine dunkle Dolomitennordwand. Die Formen und Farben der Weinreben und das goldene Licht im Herbst lassen es zumindest nicht zu ernst erscheinen.
Die Route lässt sich bis auf das Dach in der 7. Seillänge gut freiklettern. Das kurze Dach ist sehr steil und wäre ein recht anspruchsvoller Boulder wenn man es frei klettern will.




