Klettern – Martinswand Ostriss + Maxl’s Gamsrevier

Unsicherer Wetterbericht, wenig Zeit = Martinswand

Die „Big Wall“ Innsbrucks mit kurzem Zustieg und kurzer Anfahrt lockte uns gestern in den Ostriss (6). Der „Zustieg“ erfolgte über Maxl’s Gamsrevier (7-).

Der Ostriss (6); 4 SL: Einer der Klassiker an der Martinswand welcher im oberen Bereich verläuft. Sehr schöne und steile Verschneidungs- und Risskletterei in 4 Seillängen. Durch die vielen Begehungen schon etwas abgespeckt aber nicht weiter störend. Die Absicherung empfanden wir als gut mit Borhaken wenngleich die Abstände natürlich gößer als bei den Vorbeirouten sind. Zusätzlich kann man im Riss noch den ein oder anderen Friend versenken. Den 6. Grad sollte man aber trotzdem sicher beherrschen.

TOPO: Ostriss TOPO von Bergsteigen.com

Maxl’s Gamsrevier (7-); 5 SL: schöne Plattenkletterei mit vielen Löchern und für Martinswandverhältnissen richtig großen „Henkeln“. Die 5 SL können problemos in 3 Sl zusammengefasst werden. (1+2 SL, 3 SL, 4+5 SL).  Die „Schlüsselstelle“ 7- in der zweiten Seillänge kann man auch rechts umgehen, hier wurde ein extra Bolt gesetzt.

TOPO: Maxl’s Gamsrevier Bergsteigen.com

Beim Abstieg vom Ostriss sollte man nochmals aufpassen. Ausgesetztes 3er Gelände mit einigen brüchigen Brocken. Es gibt auch die Möglichkeit kurz abzuseilen.

Beste Jahreszeit: das ganze Jahr über kletterbar. Durch die südseitige Ausrichtung nicht im Sommer bei Sonne empfehlenswert. Wenn es jedoch etwas bewölkt ist und nicht zu heiss dann geht es.

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Übersicht
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2. SL Ostriss, steil und luftig
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2. SL Ostriss
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2. SL Ostriss
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2. SL Ostriss

 

Gallerie:

Klettern – Auckenthaler Martinswand, 7-

Am Samstag legten Michi und ich einen spät Start hin und machten uns gegen 12.00 mittags auf Richtung Martinswand. Die kühleren Temperaturen der letzten Tage machten einen Besuch der Süd-Seitig exponierten Auckenthaler Route möglich. Normalerweise ist die Tour im Sommer aufgrund der Exposition eher nicht zu empfehlen.

Die Auckenthaler ist ein sehr gut sanierter Klassiker in der Martinswand und wurde von Mathias (Hias) Auckenthaler 1906-1936 erstbegangen. Der gebürtige Mutterer war vom Beruf Kaminkehrer und in seiner Freizeit leidenschaftlicher Kletterer. Er machte unter anderem die Erstbegehung der Lafatscher Nordostverschneidung (1930), der Laliderer Nordwand (1932) und die direkte Norwand der Furchetta. Hias Auckenthaer verunglückte 1936 im Schüsselkar bei der Erstbegehung des nach ihm benannten Auckenthaler Risses tödlich.

Hier für alle interessierten ein Nachruf auf Hias Auckenthaler aus dem Innsbruck Alpin: Hias Auckenthaler – innsbruck-alpin-2006-4

Herzstück der Route ist eine weisse Riss-Verschneidung die von rechts nach links die Wand durchzieht. In den unteren Längen manchmal etwas splittrig und glatt, wird die Verschneidung nach oben hin immer besser. Die letzte Seillänge ist ein athletischer Überhang der sich wunderbar klettern lässt.

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die weisse Verschneidung ist deutlich erkennbar

Die Absicherung mit Klebehaken ist sehr gut. Die Stände sind immer an einem großen Ring. Die Verlängerung der Route durch den Scherer Ausstieg  (4 SL; 5+) führt einen zum oberen Ende der Martinswand wo man bei der Bergrettungsbox den Spuren folgend Richtung Alpinmagazin absteigt.

Genaue Infos zur Tour und TOPO auf Bergsteigen:

AUCKENTHALER BERGSTEIGEN.COM