Klettern – Schüsselkar, Söllerköpfe, Skywalkers 8-, 12 SL, 415m

Gestern nutzen Michi und ich nochmals die spätsommerlichen Temperaturen für einen Besuch im Schüsselkar. Unsere Wahl fiel auf die Route Skywalkers. Die Route wurde von  Andreas und Mathias Robl 2005 erstbegangen und ist eine alpine Sportkletterroute. Keile und Friends braucht man hier nicht dafür aber gute Schuhe für die plattigen Stellen.

Die erste Seillänge ist eine schöne 7- die an rauhem, wasserzerfressenen Fels zuerst steil einen kleinen Überhang hinaufleitet und dann über Wasserrillen nach links zum Stand. Die ungewohnte Kletterei in den Wasserrillen fordert gleich vertrauen in die Füsse und ein gutes Balancegefühl.

Seillänge 2-4 (4-5)führen über den Vorbau und sind etwas gesucht und schrofig. Man geht nicht immer die logischste Linie. Vom 3. Stand verleitet die Linie eigentlich gerade hinaufzugehen (dies ist die erste Seillänge der Route Zahnbeißer ) die Route Skywalker verläuft hier aber weiter rechts. Man kommt bei beiden Varianten wieder zum selben Stand.

Die 5. Seillänge (8-) ist zuerst eine knifflige Plattenschleicherei in der auch ein Haken fehlt weswegen man hier auch einen unguten Runout über der Platte hat. Die Stelle lässt sich aber auch weiter links ganz gut umgehen. Danach passen die Haken wieder und die Kletterei wird steiler.

Die 6. Sl ist wiederum nur ein kurzer Zustieg zur eigentlichen Headwall. in der 7. SL (8-) gehts dann steil hinauf an Leisten zum Stand. Bei Bergsteigen.com sind die 6+7 SL zusammengefasst. Es macht aber Sinn hier extra Stand zu machen. Die 8. Seillänge schaut nochmals recht steil aus, wir seilten jedoch am Ende der 7. Seillänge aufgrund des bereits fortgeschrittenen Tages ab. Bis auf die 5. SL ging alles RP. Hoffentlich gehn sich auch nochmals die oberen Seillängen aus, schauen wirklich gut aus.

 

Klettern – Wilder Kaiser – Kopfkraxen, Gemini, 470m, 7+

An einem wunderschönen Nationalfeiertag durfte ich wieder einmal Hand und Fuss an die rauen Kalkwände des Kaisers legen. Im Herbst ist die Gegend rund um den Scheffauer und Treffauer einfach herrlich. Bunte Laubwälder, schroffe Felsen und jede Menge Klettermeter erwarten einen.

Unsere Wahl viel auf die Route „Gemini“ an der Kopfkraxen Südwand. 2009 von I. und H. Haselsberger erstbegangen. Neben der „Blue Moon“ und der „Via Romantica“ ist es die dritte Route welche ich an dieser Wand klettern durfte. Etwas schwerer als die beiden anderen bietet Sie abwechslungsreiche Verschneidungs- und Plattenkletterei. Vorallem die tolle Rissverschneidung in der 7. SL ist erwähnenswert. Diese Verschneidung leitet einen dann sogleich nach links in die Schlüsselseillänge welche man über steile Piazschuppen und kleine Risse empor klettert. Hier ist etwas Ausdauer und Riss- bzw. Piaztechnik gefragt um sich den roten Punkt abzuholen.

ACHTUNG: In der Schlüsselseillänge ist auf 2/3 der Länge ein loser Block den man wahrscheinlich früher als Griff verwendet hat. Dieser ist ziemlich locker und befindet sich recht genau über dem Stand darunter. Ich habe die Seillänge auch ohne den Block frei klettern können und wollte ihn als Seil Zweiter auch rausschmeißen. So leicht ist er dann aber doch nicht abgegangen und weil ich mir den Durchstieg nicht versauen wollte habe ich die Kraft noch fürs klettern gespart die man an dieser Stelle wirklich braucht. Trotzdem, Wiederholer sollten hier acht geben, vor allem der Vorsteiger.

Topo und Info: Eine genaue Routenbeschreibung sowie Topo und auch Infos zum Block gibt es auf der Homepage von Stadler Markus: Gemini Topo und Info – Stadler Markus