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Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

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Mexico XI – Oaxaca

Oaxaca ist wohl einer der buntesten und facettenreichsten Bundesstaaten Mexikos. Es gibt hier eine große Indigene Bevölkerung und viele verschiedene Ethnien. Das merkt man am besten auf einem Streifzug durch den Markt, wenn man die in Ihre bunte Tracht gehüllten Marktfrauen sieht und die Unmenge an Lebensmittel die hier feilgeboten werden.

Eine Spezialität sind „Chapulines“ getrocknete Heuschrecken und natürlich Mezcal, der Agavenschnaps der  im ganzen Staat gebrannt  wird. Mezcal wird im Gegensatz zu Tequila nicht nur aus einer Agavaensorte gewonnen, sondern aus bis zu 25 verschiedenen Arten, weswegen er auch ein viel breiteres Spektrum an Aromen hat als Tequila. Man verwendet dafür das „Herz“ der Agave welches noch von den extrem spitzen Blättern befreit werden muss. Geerntet wird die Agave nach 10-12 Jahren. Ein guter Mezcal, so heisst es, sollte übrigens mindestens 45° Alkohol aufweisen.  Für uns definitiv der bessere Tequila.

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Marktfrauen mit gerösteten Heuschrecken am Markt von Oaxaca

 

 

Auch landschaftlich hat Oaxca viel Abwechslung zu bieten. Die gleichnamige Hauptstadt welche auf 1.550m liegt ist umgeben von sanften Bergketten die bis zu 3.500m hoch werden. Ideal zum Trekking. Durchdringt man dieses Meer aus Bergen und schlängelt sich auf und ab entlang der kleinen Strassen welche Richtung Süden führen kommt man nach einer kurvenreichen Reise an die Pazifikküste. Kilometerlange Sandstrände und kräuselnde Wellen erwarten einen.

Von Puerto Escondido nach Mazunte und schließlich Huatulco führte uns unsere Reise.

Wobei Mazunte eher das Aussteigerparadies ist und Huatulco auf die Pauschaltouristen abzielt und viele große Bettenburgen hat. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt und ein bisschen in der Umgebung stöbert findet man aber noch tolle, einsame Sandstrände wie zum Beispiel die Barra de Santa Cruz. Ein Traumstrand an dem man auch perfekt surfen kann.

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Mexico IX – Puerto Escondido

Puerto Escondido – der verborgene Hafen

Endlich wieder Meer! Langsam aber sicher ist uns die Berglandschaft und zuvor die Städte zu viel geworden. Wir brauchten Abwechslung.

Und da boot sich dieser „verborgene Hafen“ geradezu an um ein paar Tage zu entspannen. Schon Ende der 60iger Jahre kamen hier die ersten Kalifornier auf der Suche nach Wellen vorbei und entdeckten, dass es in Mexiko nicht nur schön eingerollte Enchiladas gibt sondern dass sich auch die Wellen an diesem Strand zu einer perfekten „Tube“ einrollen

Bekanntheit erlangte der Ort auch durch den gleichnamigen Film und das Buch: http://www.amazon.de/Puerto-Escondido-Pino-Cacucci/dp/3257019572
Wohl auch mit ein Grund warum es hier viele Italienische Restaurants gibt.

Lustigerweise habe ich das Buch vor über 10 Jahren in einem Griechenlandurlaub gelesen und mir damals schon gedacht, dass ich unbedingt einmal nach Mexiko will.

Natürlich ist der Ort heute nicht mehr das Fischerdorf dass er einmal war. Mit den Surfern kamen auch die Touristen und im Laufe der Zeit wuchs die Infrastruktur die dazugehört. Mittlerweile gibt es viele kleine Restaurants und Cafes aus aller Welt. Berühmt ist das „Cafécito“ welches nicht nur ausgezeichnete Croissants und Nussschnecken serviert sondern auch Tacos und andere mexikanische Gerichte.

Neben dem Hauptstrand „Zicatella“, der zum Schwimmen, wegen der Unterströmungen ungeeignet ist gibt es noch einige andere nette Buchten wo man besser baden kann. Wir waren gleich in der Nähe des Playa Carrizarillo, welcher eine wunderschöne, halbmondförmige Bucht hat und auch für unerfahrene Surfer passend ist.

Carrizarillo ist auch der Name des Viertels, das an den Strand angrenzt und welches eine entspannte und ruhige Atmosphäre bietet. Auch der Playa Bacchoco ist nicht weit, an dem man kleine Baby Meeresschildkröten freilassen kann.

Aus den ursprünglich 2 gebuchten Nächten, sind schlussendlich 5 geworden. Ich habe meine zwei Bretteln im Schnee, gegen eines im Wasser getauscht und fühlte mich auch in diesem Aggregats Zustand wohl.

Der Surfunterricht beschränkte sich auf 10 Minuten Trockentraining und dann gings ab ins kühle Nass. Der Surflehrer schupste mich sozusagen in meine erste Welle und ich glitt ein wenig ängstlich auf einen grösseren Unterwasserfelsblock zu. Als er mich fragte warum ich nicht aufgestanden sei und ich Ihm vom Fels erzählte meinte er da kann man doch leicht darüber surfen und wenn ich stürze sollte ich halt möglichst neben dem Fels landen 🙂 Das waren dann auch die letzen Tipps von Ihm, den Rest der Stunde unterhielt er sich lieber mit den anderen Surflehren.

Nichts desto trotz schaffte ich es dann doch noch gerade auf dem Brett zu stehen und das Gefühl von der Welle angeschoben zu werden war grossartig.
Ich bin sicher nicht zum letzten Mal gesurft und wer weiss vielleicht wird der nächste Urlaub ja ein Surfurlaub:)