Eine Ideale Kombination aus Zustieg und Klettermetern bietet der Brunecker Turm hinter dem Grödner Joch. In weniger als 2 Stunden von Innsbruck aus erreichbar finden sich hier Neoklassiker wie die Otto Volante (7a), Oro e Carbone (7a), Anton aus Tirol (7b) oder die Route Acquafun (6b).
Die Nordseitige Ausrichtung auf über 2.000 Metern machen das klettern im Hochsommer hier ideal. Nach Regenfällen bzw. im Frühjahr wenn der Schnee noch nicht restlos geschmolzen ist sind die Routen aber sehr lange nass besonders die Oro e Carbone.
Nachdem ich vor drei Jahren die Ottovolante geklettert bin wollte ich unbedingt auch noch die Oro e Carbone gehen welche damals aber leider immer nass war.
Die Routen sind zwar durchgehend gebohrt aber durchaus mit würzigen Abständen zwischen den Haken. Sicheres Vorsteigen im jeweiligen Grad und eventuell ein paar mobile Sicherungsmittel helfen die Nerven zu schonen.
Seilschaften in den ersten Längen von Oro e Carbone (links) und Anton aus Tirol (rechts)
auch in der Acquafun herrscht ziemlicher Andrang
wir sind die letzte Seilschaft an diesem Tag
Michi in der 7. SL mit ausgesetzer Querung (6b)
Blick zurück
die 8. SL
der Mensch wirkt in so einer Umgebung ungemein klein
am Gipfelplateu
ein paar Farbkleske im grauen Meer aus Stein
die 1.SL der Oro e Carbone mit 6a+ bewertet ist wohl eine der steilsten 6a’s die ich je geklettert bin. Die 5 Borhaken auf 35 Metern machen den Charakter der Route deutlich.
Servus! 😉
Michi am Beginn der 2. Sl der Oro
die 3.SL der Oro, eine schöne steile 6a
nach der 3. SL der Oro haben wir in die Anton aus Tirol gewechselt da die Oro ziemlich nass war. Die 5. SL war eine 6c+ und Michi ist hier im Vorstieg der 6. SL einer 6b+
Kletterer in einer alpinen Route
die 7. Sl der Anton ist eine nicht enden wollende 7a
lang und ziemlich steil
Ausdauerkletterei vom feinsten
die Kraft kostet und von mir im Vorstieg nochmals alles forderte.
nach dieser SL seilen wir ab
und beim abseilen sieht man auch nohcmals eindrücklich die Steilheit der Wand. Es gibt praktisch keine Bänder und die ganze Wand zieht senkrecht bis leicht überhängend empor
Gestern nutzen Michi und ich nochmals die spätsommerlichen Temperaturen für einen Besuch im Schüsselkar. Unsere Wahl fiel auf die Route Skywalkers. Die Route wurde von Andreas und Mathias Robl 2005 erstbegangen und ist eine alpine Sportkletterroute. Keile und Friends braucht man hier nicht dafür aber gute Schuhe für die plattigen Stellen.
Die erste Seillänge ist eine schöne 7- die an rauhem, wasserzerfressenen Fels zuerst steil einen kleinen Überhang hinaufleitet und dann über Wasserrillen nach links zum Stand. Die ungewohnte Kletterei in den Wasserrillen fordert gleich vertrauen in die Füsse und ein gutes Balancegefühl.
Seillänge 2-4 (4-5)führen über den Vorbau und sind etwas gesucht und schrofig. Man geht nicht immer die logischste Linie. Vom 3. Stand verleitet die Linie eigentlich gerade hinaufzugehen (dies ist die erste Seillänge der Route Zahnbeißer ) die Route Skywalker verläuft hier aber weiter rechts. Man kommt bei beiden Varianten wieder zum selben Stand.
Die 5. Seillänge (8-) ist zuerst eine knifflige Plattenschleicherei in der auch ein Haken fehlt weswegen man hier auch einen unguten Runout über der Platte hat. Die Stelle lässt sich aber auch weiter links ganz gut umgehen. Danach passen die Haken wieder und die Kletterei wird steiler.
Die 6. Sl ist wiederum nur ein kurzer Zustieg zur eigentlichen Headwall. in der 7. SL (8-) gehts dann steil hinauf an Leisten zum Stand. Bei Bergsteigen.com sind die 6+7 SL zusammengefasst. Es macht aber Sinn hier extra Stand zu machen. Die 8. Seillänge schaut nochmals recht steil aus, wir seilten jedoch am Ende der 7. Seillänge aufgrund des bereits fortgeschrittenen Tages ab. Bis auf die 5. SL ging alles RP. Hoffentlich gehn sich auch nochmals die oberen Seillängen aus, schauen wirklich gut aus.