Klettern, Kalkkögel, Dohlenflirt 7+

Seit langen wieder einmal in den Kalkkögeln unterwegs. Weil meine Kletterpartner leider keinen Platz mehr für mich hatten spontan auf die FB Anfrage von Christof geantwortet und schon standen wir am nächsten Tag bei den Tiroler Dolomiten.

Die Tour Dohlenflirt ist von Heinz Zak 2011 erschlossen worden und mit Borhaken gut abgesichert. Wenngleich auch keine Plaisirtour weil die Haken manchmal auch weiter auseinander stecken. Etwas skeptisch gegenüber der Felsqualität war ich Anfangs auch. Man sollte auch nicht an jedem Griff bedenkenlos ziehen sondern mit erhöhter Achtsamkeit klettern. Beherzigt man das hat man aber sicher seinen Spass in einer sehr abwechslungsreichen Route. Die Crux ist ein kräftiger Zug in der 4.SL der sich aber recht gut auflöst. Blöd wäre nur wenn einmal der Untergriff dort ausbricht, er wackelt schon ein bisschen 🙂 Lässt sich aber auch A0 lösen.

Daten: 5Sl., 200m. Entweder nach der 5.Sl absteigen oder nach der 4. Sl abseilen. Nach der 3. SL gibt es einen eingerichteten Abseilstand mit dem man den Boden erreicht. An den Ständen jeweils 2 Bohrhaken.

Mitm Radl von der Kemater Alm zur Adolf Pichler Hütte is zwar a bissl anstrengend aber dafür gehts dann leichter wieder runter.

Topo von: http://www.alpinsau.com/wp/wp-content/uploads/2014/02/Topo-Dohlenflirt-und-Blitzlicht.pdf

Das kleine Dach in der 3. Sl. Recht athletisch 🙂

Ende der 4. Sl (7+)

Die letzte Seillänge (4), kann man sich auch sparen. Es liegt viel loser Schrott auf den Bändern.

Abseilen besser vor dem Klemmblock, sonst verklemmt sich das Seil

Nadelsockel mit ungefähren Routenverlauf

Dolomiten, Super Tegolina 7a, Lastoni di Formin

Eine 8-Seillängen Route am Lastoni di Formin. Die Kletterei ist sehr abwechslungsreich, man startet gleich zu Beginn in einen Fingerriss wie man ihn eher aus den USA kennt oder auch nicht wie ich 🙂

Auf jeden Fall sollten die Finger aufgewärmt sein. Ansonsten herrscht schwarzer Fels mit Löchern Leisten und Seitgriffen vor. Allgemein ist die Route athletisch aber auch Technik ist gefragt, speziell in der2. Seillänge.

Die Tour ist bis ca. 2 Uhr im Schatten, danach hat man Sonne. Die Absicherung ist recht gut wenngleich die Haken durchaus weiter auseinander stecken und es gibt auch den ein oder anderen Runout. Ein paar Friends empfehlen sich zur zusätzlichen Absicherung.

In der letzten Seillänge querten wir rechts zu einem Stand der aber nicht im Topo steht, Es würde auch geradeaus weiter gehen, allerdings fand ich keinen Bolt und der letzte Borhaken ist schon ziemlich weit unter einem..

FAZIT: schöne Tour mit toller Aussicht, an kalten Tagen empfiehlt es sich aber auf die Sonne zu warten.