Schüsselkar, Jörg-Simon VI+

Seit Tagen schon leuchtet die Sonne aus einem wolkenlosen, blauen Himmel herab in das Inntal.

Das Jahresende naht, doch noch ist es nicht da. Kristallklar ist die Luft und lässt das Relief der Berge erstrahlen.

Das stabile Hoch zeigt den Herbst von seiner schönsten Seite. Goldgelb leuchten die Wiesen und rotbraun verfärben sich die Blätter an den Bäumen.

Genau die richtige Zeit um den Schüsselkar wieder einen Besuch abzustatten.

Mit Chris haben wir uns für Samstag die Route Jörg-Simon ausgesucht. Ein, eher leichter sanierter Klassiker der aber exzellenten weiss gelblichen Schüsselkarfels bietet.

Lediglich ein sich in meinem Körper ausbreitender Virus ist der Wermutstropfen an diesem Tag. Wir probierens trotzdem und ich ignoriere mein Hals- und Kopfweh.

Das klettern in den schönen Rissen und gutgriffigen Fels verläuft auch problemos. Die Sonne strahlt, der Fels glänzt, die Aussicht fast unendlich.

Da leuchten Sie, die Südwände
Am Kamm, der sich immer ein bisschen zieht
Herbst
Aussicht vom 1. Standplatz in der Höhle
Caving oder Klettern?
Steiler Piazriss in der 3. SL. Liese sich eigentlich auch gut mobil absichern. Aber die vielen Klebehaken machen das überflüssig.
Am Ende der 3. Sl
Die Schlüsselstelle der 4. SL
Kletterer in der Wolke 7
Vorletzte SL, eher links haltend, nicht gerade wie im Panico Topo eingezeichnet
Abstieg über den Westgrat
Nebelmeer im Flachland
Goldener Herbst. Heute schau ich mir den von der Couch an. Nach der Tour machte sich das Fieber breit.

Schüsselkar – Knapp-Köchler VII, 200m – Wetterstein

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2. Seillänge

wir in der steilen 5. SL

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Locker vom Hocker

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beim Abseilen

Knapp Köchler:

1.SL: Vorbau kann an mehreren Stellen überwunden werden. Stand an einem Klebehaken.

2. SL: Zuerst denkt man man muss dem Bogen entlang der Untergriffschuppe folgen doch die Haken stecken tiefer in der Platte die sich mit viel Balancegefühl überwinden lässt.

3. SL: Ein technischer Riss mit wenigen Tritten auf der glatten Platte. Nicht einfach zu lesen.

4. SL: Anfangs eine schöne Verschneidung, dann gehts links hinaus über eine steile gut strukturierte Wand bis unter den Überhang.

5. SL: Kurze, schwere Stelle am Anfang dann hinein in die überhängende Verschneidung. Die Griffe sind ziemlich gut aber nicht immer ganz fest. Deshalb gut hinschauen an welchem Henkel man hier zerrt. Am Ende hilft noch ein Cam. 2 um den Runout zum Stand zu entschärfen.

6. SL: Über schöne, gut abzusichernde Risse bis zum Stand.

7. SL: Eine ziemlich steile aber kurze Verschneidung will überwunden werden bis man über recht brüchiges Gelände gerade hinauf zum Stand klettert. Achtung links draussen ist der Stand von Doc Holiday.

8. SL: Schaut schlimmer aus als es ist und lässt sich ganz gut klettern.

Abseilen über die Route funktioniert super. Stände haben alle Metallring.