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Momentaufnahmen aus den Bergen und Ländern dieser Welt

Archive for ‘Juli, 2019’

Schüsselkar – Aschenbrenner/ Rainer

Am Samstag gings wieder mal den langen Zustieg durch das Puittal in Richtung Schüsselkar. Jose war mein Partner an diesem Tag und unser Ziel schwankte zwischen dem Weg der Nasenbohrer und der Aschenbrenner/ Rainer.

Schließlich ist es doch der Klassiker geworden mit der ersten Seillänge über die Pfeilerrisse. Der Einstieg befindet sich rechts einer weißen Gedenktafel. In der steilen, nunmehr relativ gut abgesicherten Route könnte man denken man befindet sich in einer neuer alpinen Sportkletter Kreation. Bedenkt man, dass die Erstbegeher hier 1939 mit der damaligen Ausrüstung erfolgreich waren kann man nur den Hut ziehen.

Hier ein interessanter Link zur Geschichte des Kletterns im Schüsselkar: Geschichte der Erstbegehungen im Schüsselkar

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immer wieder schön dieser Ausblick

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José am Ende der ersten 60m Seillänge

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am Beginn der 2. Sl, 7-

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tolle Verschneidung in der 3.SL

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die 4. Sl mit spektakulärem Dach nach rechts

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5.SL von oben

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Ende der 7. SL

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Abklettern über den Grat

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Notbiwak

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Westgrat

1.SL: 60m, 6+ Hier geht es gleich etwas kräftig den kurzen Riss empor. Bis zum Anfang der eigentlichen Rissverschneidung gibt es auch kein fixes Material, aber es lässt sich mit Friends gut nachbessern. Am Anfang der Rissverschneidung könnte man einen Zwischenstand machen wir sind hier aber gleich weitergeklettert. Die Seillänge ist wirklich sehr ästhetisch in der leicht überhängenden Verschneidung. Hier gibt es dann auch alle drei Meter einen Klebehaken. Zusammen genommen kommt man mit einem 60m Seil genau bis zum Stand am Ende der Verschneidung. Also eine wirklich tolle erste SL.

2.SL: 40m, 7- links haltend geht es zuerst einem schrägen Riss entlang unter ein Untergriff Dach, welches man links überwindet. Dann in leichterem Gelände weiter nach links

3.SL: 35m,7- (gerade hinauf in die Verschneidung, immer leicht überhängend und pumpig. Am Ende der Verschneidung nochmals ein kurzer schwerer Zug)

4.SL: 35m, 7 Spektakulär geht es ausgesetzt nach rechts bis zu einem Dach welches mit athletischen Zügen überwunden wird. Ausgesetzt und spannend 😊

5.SL: 40m, 6 Hier zweigt rechts die Superdirekte ab und links geht es über einige Blöcke in gut kletterbaren Terrain nach oben. Nicht mehr so ausdauernd wie die beiden Seillängen zuvor.

6.SL: 40m, 6 Wieder spektakulär überwindet man einen weiteren Bauch an der linken, ausgesetzten Seite und schiebt sich mit gehörig Luft unterm Hintern nach oben. Immer griffiger, rauher Fels in den Händen.

7.SL: 40m, 5 Nur mehr ein Bolt am Anfang vorhanden, danach freie Geländewahl. Wir sind etwas rechts geklettert im gutgriffigen grauen Kalk. Sicherungen lassen sich gut legen. Bliebe man von Anfang an links könnte man hier auch im IIIer Gelände eine gestufte Rinne nach oben steigen.  Logischer Standplatz in einer bequemen Mulde.

8.SL + 9.SL im Panico Führer ist hier ein Zwischenstand eingezeichnet, den wir nicht gefunden haben. Am besten das Seil ausgehen und Stand mit Köpfelschlinge am Grat.

 

Abstieg: nachdem im Panico Führer von der Zak Abseilpiste abgeraten wird haben wir den Abstieg über den Westgrat gemacht. Leider ein ziemlich zeitaufwendiges Geschinde. Insgesamt haben wir fünfmal abgeseilt. Sonst muss man viel über den Grat oder auch nordseitig etwas unterhalb des Grats abklettern. II-III. ca. 200-300 Meter nachdem Ausstieg westseitig haben wir auch einen Stand mit zwei Klebehaken am Ende eines Turmes gesehen, vorher seilt man ca. 10m nordseitig ab. Hier könnte man südseitig abseilen in eine Rinne aber ob es hier weitergeht wussten wir leider nicht.

Für den Westgrat Abstieg brauchten wir ca. 1,5 – 2h. Geht wahrscheinlich auch schneller, aber wir haben immer mal wieder den Zak Spezialhaken gesucht aber nie gefunden.

Man kommt dann westseitig des Kammes unterhalb der Scharnitzspitze heraus und kann den Weg entlang der Wand zum Rucksackdepot gehen. Dort angekommen löste der bleierne Himmel seine Schleusen und es begann zu donnern und zu blitzen. Im Laufschritt liefen wir dann mit dem schweren Rucksack das Puittal hinaus. Der Wind peitschte uns die Hagelkörner auf das Gewand und als wir den Wald erreichten waren wir recht froh etwas geschützter zu sein. Gutes Timing ist eben wichtig 😊 in der Wand wäre diese Gewitter wahrscheinlich recht unangenehm geworden.

Charakter: Sehr anregende Felsfahrt in meist bestem Wettersteinkalk der sehr rau und griffig ist. Durch die üppige Absicherung ist der ursprüngliche Charakter wahrscheinlich etwas verloren gegangen die Kletterei ist dennoch vom feinsten.

Dolomiten – Kleine Zinne – Perlen vor die Säue

Die Redewendung „Perlen vor die Säue werfen“ stammt aus der Bibel. Im Evangelium nach Matthäus heißt es: „Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen nicht vor die Säue werfen, auf dass sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen.“

Wahrscheinlich haben Kurt Albert und Stefan Glowacz diesen Namen nicht ganz ohne Grund gewählt. Im alpin Mekka der drei Zinnen war eine Tour mit Bohrhaken im Jahr 1996 etwas neues und sicher nicht von allen gleich willkommen.

Im Jahr 2019 jedenfalls machen wir uns darüber keinen Gedanken mehr und erfreuen uns an der großartigen Linie durch die steile Südwand der kleinen Zinne. Die Absicherung ist gut wenngleich nicht immer wie im Sportklettergarten. Man muss immer wieder beherzt weg steigen und kann bei einem Abgang schon ein paar Flugmeter sammeln.

Der gelbe Fels lässt sich gut klettern und bietet abwechlungsreiche Strukturen. Es sind auch nicht die Einzelstellen welche die Route anspruchsvoll machen sondern die Gesamtheit der 9 Seillängen wobei 7 im achten Grad und zwei im oberen siebten Grad angesiedelt sind. Gefühlt waren einfach alle Längen pumpig und steil wobei die vierte Länge 7a+ mit 40m fast die schwierigste und ausdauerndste ist.

TOPO:

Topo Perlen vor die Säue

Topo Perlen vor die Säue – PDF Format

1.SL: 7a, 30m, rechts der Bolts etwas feiner zum einsteigen als links, dann Leistenkletterei

2.SL: 7a+, 30m,

3.SL: 6c, 20 m, zuerst gerade dann rechts haltend einen Quergang zu bequemen Stand

4.SL: 7a+ , 40m, der Ausauerhammer, am Anfang ist ein Dach zu überwinden danach gehts punpig weiter

5.Sl: 7a, 25m,

6.Sl: 7a+, 30m, schwere rechts, links Schleife im Mittelteil, überhängend

7. Sl: 6c, 30m, „nur“ 6c aber extrem pumpig. Über ein weiteres Dach rechts haltend. relativ gute Griffe

8. Sl: 6c, 30m, nicht mehr so überhängend wie zuvor dafür ein kurzer aber knackiger Leistenzug im ersten Drittel danach leichter.

9. Sl: 6b+?, 15m, gerade durch das 3m Dach, Von unten siehts unmöglich aus, die Griffe sind jedoch gut und falls noch etwas Saft vorhanden ist gehts in Bouldermanier über die Dachkannte.

10.+11.Sl: haben wir nicht mehr gemacht. Sind leichter aber alpin und zum selber absichern. Allerdings habe ich vom letzten Stand noch einen Borhaken erspäht also eventuell doch ausgerüstet mit Bolts?

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kleine Zinne, im hellen gelben Fels an der rechten Seite verläuft die Route

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im oberen Bereich, steil und ausdauernd bis zum Schluss

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immer leicht überhängend an Leisten, Seitgriffen und Löchern gehts aufwärts. Wer die Route RP klettern möchte sollte schon eine gute Ausdauer mitbringen.

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trotz Südausrichtung waren wir an diesem Tag über unsere Jacken froh da es doch ziemlich abgekühlt hatte. Immerhin ist die kleine Zinne auch noch 2.857m hoch.

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die Auronzohütte

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in der ersten Seillänge. Hier muss man auch schon ordentlich zupacken, die Finger sollten also aufgewärmt sein