Vor zwei Wochen als in Tirol noch keine Ausgangsperren in Kraft waren und man sich noch frei im Gelände bewegen konnte nutzen Georg, Stefan und ich den wahrscheinlich besten Pulver dieser Saison.
Stefan schlug vor einen Abstecher zur Eppzirler zu machen und lag damit goldrichtig. Dreimal durften wir an diesem Tag aufsteigen und wieder abfahren. Ein genialer Tag bei perfektem Pulver und perfektem Wetter. Start vom kleinen Weiler Gießenbach kurz vor Scharnitz.
hier öffnet sich erstmal der Blickwunderschöne Gegenddie Eppzirler Alm in der MorgensonneAufstieg Richtung Eppzirler Schartetraumhaftam Ende der Scharte, auch von Süden über Hochzirl könnte man hier heraufkommenStafn und GeorgGeorg lässte es stauben in der ersten Abfahrtsuoer gehts!einige Leute waren heut am Weg, das grosszügige Gelände lässt aber viel Platzschöne Spuren im Schneeunser dritter AufstiegFoto: G.Kralerperfekte Hänge....laden zum stauben einJuhuuU!
Eigentlich wollte ich ja in den Kaiser fahren und nochmals das schöne Herbstwetter für eine alpine Mehrseillängen Tour aunützen. Mein Kletterpartner hatte kurzfristig dann aber leider keine Zeit mehr.
Die spontane Freitagabend Ersatz Kletterpartner Suche gestaltete sich naturgemäß etwas schwierig. Nach gefühlten zehn Absagen, da jeder schon selber etwas ausgemacht hatte, fügte ich mich meinem „Schicksal“ und erwartete den aufkommenden Samstag nicht im frühen Morgengrauen im Auto Richtung Unterland sondern im wohlig warmen Bett. Also ausschalfen bis halb zehn und nach ausgiebigem Fürhstück gegen halb zwölf mit dem Mountainbike Richtung Nordkette gestartet.
Ziel war zuerst die Höttinger Alm doch irgendwie hielt ich mich Richtung Rechenhof und fuhr die Rumer Alm an von der ich dann weiter zur Höttinger wollte. Spontan entscheide ich mich kurz vor der Rumer Alm, dass ich der Rumer Spitze auch mal wieder einen Besuch abstatten könnte und so geht`s los:
Das Panorama kurz vor dem Rechenhof ist wohl eines der schönsten auf die Nordkette. Rumerspitze in der Mitte.tolle HerbststimmungArzler ScharteRumer Spitze rechts im Bild und der Weg über den Gratdas Panorama vom Gipfelgrat. Inntal links und Karwendel rechts liegen einem zu Füßender Grat ist etwas ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit. Durch die vielen Begehungen ist der Fels teilweise auch schon etwas poliert. Mit etwas Erfahrung aber kein Problem.Gipfelpanoramadas tolle an der Tour ist auch noch das Schotterreisen rutschen in der Arzler Scharte. Dadurch erspart man sich einen mühevollen Abstieg und ist sicher um eine Stunde schneller.
Fazit:
Eine schöne, lange Herbstour auf einen der markantesten Gipfel der Nordkette. Und die Erkenntniss, dass es manchmal gar nicht schlecht ist nichts vorzuhaben und der Spontanität freien Lauf zu lassen 🙂 Die schönen Dinge sind doch oft so Nah.
Daten der Tour:
ca. 2.000hm mit Rad und zu Fuss
Bikedepot auf ca. 1.350 hm. Man fährt anstatt rechts zur Rumer Alm links den Weg entlang bis dieser aufhört und beginnt dort den Aufstieg durch die Arzler Scharte.
von dort in etwa 2h zum Gipfel
Rückweg durch die Schotterreisen dauert nur mehr eine Stunde
alles in allem mit Start in Innsbruck etwa 5-6 Stunden von Haustür zu Haustür
Grat ist etwas ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit